Speyer Am Renngraben auf Rekordjagd

Renngraben (Bildmitte) im Bereich des Spielplatzes am Haspelweg: Der herausgeholte Schlamm ist in diesem Bereich verdichtet word
Renngraben (Bildmitte) im Bereich des Spielplatzes am Haspelweg: Der herausgeholte Schlamm ist in diesem Bereich verdichtet worden.

Mal ist es zu viel, mal ist es zu wenig: Die Pflege der Entwässerungsgräben im Speyerer Süden ist seit vielen Jahren ein Reizthema. Diesmal ist die Stadt am Renngraben zwischen den Stadtteilen Vogelgesang und Neuland besonders stark tätig geworden. Die schlammigen Folgen bereiten den Spaziergängern dort Probleme. Hintergrund: das Baugebiet Russenweiher.

„Spuren der Verwüstung“ sieht Werner Arenz, der häufig mit seinem Hund im betroffenen Bereich Haspelweg unterwegs ist. Es seien Schlamm und Dornen im Wegebereich liegen geblieben. Er sorge sich um die Pfoten seines Tieres. Die Entfernung des Schlamms oder zumindest das Glätten des Untergrunds wie beim Spielplatz wären bessere Lösungen, so seine Meinung. In der Art und Weise, wie die Stadt am Wochenende „nachgebessert“ habe, sei das aber ebenso problematisch: „Es ist eine Riesensauerei, jetzt gibt es nicht mal mehr einen Pfad, man kommt gar nicht mehr vorbei.“ Die Stadtverwaltung sieht die Sache auf Anfrage entspannter: „Beim Schlamm handelt es sich um rein humoses Material, das vor Ort trocknen und sich spontan begrünen wird.“ Der große Materialumfang gehe darauf zurück, dass der Renngraben „viele Jahre nicht mehr gereinigt wurde“. Die Maßnahme sei in diesem Jahr als Vorbereitung für das Baugebiet Russenweiher unumgänglich gewesen: Dort läuft die Erschließung für rund 150 Wohneinheiten an, was Bodenversiegelungen und mehr Oberflächenwasser im Grabensystem mit sich bringen wird, wie Stadt-Sprecherin Barbara Fresenius erklärt. Die umfassende Reinigung solle die Leistungsfähigkeit des Renngrabens erhöhen. Die Pflegesaison des Speyerer Grabensystems liegt damit in den letzten Zügen. Sie läuft immer im Winterhalbjahr, diesmal laut Fresenius im Dezember, Februar sowie März. Zur Reinigung gehörten überwiegend Mäharbeiten, neben dem Renn- am Stöckel-, Franzosen-, Fischer-, Nachtweide- sowie Hasenpfühlerweide-Graben. Außer einer Zusatzmahd am Fischergraben werde man damit bis zum Spätjahr „Ruhe“ haben, so die Stadt. In der Wintersaison 2018/19 stehe wieder dasselbe Reinigungsprogramm an.

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