Speyer Am Rande: Oberbürgermeisterin ohne E

Am alten Dienstwagen: Stefanie Seiler und Fahrer Denis Markert.
Am alten Dienstwagen: Stefanie Seiler und Fahrer Denis Markert.

Speyer ist immer noch eine sparsame Stadt. Geht gar nicht anders: Defizitär ist der Haushalt eh schon, und in Corona-Zeiten bröckeln die Steuereinnahmen weiter. Eine Folge: So wünschenswert es auch wäre, kann die Stadtverwaltung nicht auf Benziner im eigenen Fuhrpark verzichten. Noch nicht. „Ein Elektro-/Hybridfahrzeug, bei dem der Batterieblock unbrauchbar wird, ist ein wirtschaftlicher Totalschaden, weil die Kosten für Ersatzbatterien sehr schnell im fünfstelligen Bereich liegen“, teilt ihre Pressestelle mit Bezug auf Nutzfahrzeuge mit, wie sie etwa die Stadtgärtnerei braucht.

Bei den Pkw sei die Sache ein bisschen anders; im Baubereich sei eine ganze Reihe von Hybriden und rein elektrischen Fahrzeugen dienstlich im Einsatz, informiert Pressesprecherin Lisa Eschenbach auf Anfrage. Ihr Anteil solle weiter erhöht werden – man wolle ja möglichst umweltfreundlich unterwegs sein. Unter anderem dafür ist ein Zentrales Fuhrparkmanagement vorgesehen, mit dessen Aufbau die Stadt aber nach eigenem Urteil noch nicht so weit gekommen ist, wie 2019 erhofft. Klar ist schon: Reine E-Fahrzeuge sind für Langstreckeneinsätze aus Sicht der Stadt nicht geeignet – „wegen der begrenzten Reichweite und der Ladedauer noch nicht ausgereift genug“, so das Urteil.

Sparsam beim Kennzeichen

Der besonders repräsentative Dienstwagen der Oberbürgermeisterin ist somit weiterhin ein Hybrid – er kann immerhin im Stadtverkehr elektrisch fahren. Kürzlich kamen sogar Spekulationen auf, Stefanie Seiler könnte zurück zum reinen Benziner gewechselt sein: Ihr aktueller BMW, Kennzeichen SP-EY 81, trägt nicht mehr das für viele E- und Hybridautos übliche „E“ im Nummernschild, wie es vorher bei SP-EY 82E der Fall war. Ein Hybrid sei aber auch die neue Limousine, versichert Pressesprecherin Eschenbach. Das eingebüßte „E“ sei lediglich ein weiterer Beleg für die Sparsamkeit der Stadt: „Das SP-EY 81 Kennzeichen war noch von einem Vorgängerfahrzeug auf Lager – die Kosten für die Herstellung neuer Schilder wurden daher gespart.“ Stfani Silr – die sparsame Oberbürgermeisterin, der das E abhandengekommen ist.

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