Speyer Alles Römerberger Mädels

Verschworene Gemeinschaft: die Volleyball-Talente des TuS Heiligenstein an der Schule in Berghausen.
Verschworene Gemeinschaft: die Volleyball-Talente des TuS Heiligenstein an der Schule in Berghausen.

«Römerberg.» Den Titel des Südwestmeisters haben sie sich im Mai bereits geholt. Nun stehen die deutschen Titelkämpfe an. 16 Mannschaften umfasst das Feld mit den neun Mädels aus dem Unter-14-Jährigen-Team des TuS Heiligenstein. Am Samstag und Sonntag wird’s in Brandenburg ernst.

Auch, wenn einige der Sportlerinnen bereits bei einer DM weilten, freuen sie sich auf ein spannendes Wochenende. Als Ziel geben sie aus, besser abzuschneiden als in den Jahren zuvor. „Bei der deutschen Meisterschaft im Jahr 2015/16 hat die Mannschaft den 14. Platz belegt. Diese Platzierung sollte schon getoppt werden“, sagt Christine Walter, Pressesprecherin der TuS-Volleyballer, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. In der Mannschaft sieht sie großes Potenzial. „Der Jahrgang ist gut. Aber die Konkurrenz ist auch echt stark.“ Für das Wochenende wünscht sie sich, dass die Mädels zeigen, was sie können und alle unverletzt bleiben. Seit drei Jahren trainiert ihr Mann Udo Walter die Mannschaft. Die Mädels sprühen vor Freude. Carolina Schwab gehört seit ihrem sechsten Lebensjahr zum Verein. Mit der Ballschule begann sie damals. Vor wenigen Wochen trat sie schon bei der U16-DM an. „Ich habe nicht viel gespielt, aber auf jeden Fall Spielerfahrung gesammelt“, berichtet die Zwölfjährige im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Ebenfalls in Dresden weilte Fabienne Balogh. Sie weiß, dass der Erfolg nicht von alleine kommt. „Wir trainieren dreimal die Woche und vor Meisterschaften auch am Wochenende und an Feiertagen“, teilt die Heiligensteinerin mit: „Neben dem normalen Training, werden dann zusätzliche Schlag- und Pritschübungen trainiert.“ Dass andere bei heißen Temperaturen an den See gehen und sie in der Halle übt, das sieht Fabienne gelassen: „Natürlich ist es manchmal schade. Aber ich weiß, dass sich das Training lohnt, und eine deutsche Meisterschaft ist ja auch ein besonderes Erlebnis.“ Die taktischen Übungen bespricht die Gruppe ebenfalls im Training. Balogh: „Bei den süddeutschen Meisterschaften im Mai wurden die Spiele von uns gefilmt. Die schauen wir uns dann an, um unsere Fehler besser zu erkennen.“ Ein Platz unter den ersten Zehn nehmen sich die Mädels vor, äußern sich aber zurückhaltend. „Wir schauen einfach, welche Platzierung am Ende rauskommt, wir strengen uns auf jeden Fall an“, teilte Nelly Kellner aus Berghausen mit. Sie trat mit sechs Jahren in den TuS ein. Kurz vor den Spielen nehmen die Römerbergerinnen die letzten Anweisungen entgegen und motivieren sich: Zu einem Lied aus dem Film Bibi und Tina studierte die Auswahl einen Tanz ein und schrieb den Text passend zu ihrem Verein um. Der lautet: „Wir sind gut, uns besiegt keiner, wir sind die Falkensteiner.“ „Statt Falkensteiner singen wir dann immer Heiligensteiner“, erklärt Carolina. Für Isabel Müller zeichnet der Teamgeist die Mannschaft aus. Der sei nötig, um gemeinsame Siege zu erzielen. „Disziplin ist natürlich wichtig. Aber ein bisschen Spaß muss im Training auch dabei sein“, weiß die 13-Jährige. Der Zusammenhalt der Mädels macht für sie das Team besonders aus. „Wir treffen uns auch in der Freizeit, essen gemeinsam Pizza oder unternehmen etwas, was die Gemeinschaft fördert“, erläutert Isabel. Aber warum eigentlich Volleyball? „Das ist einfach mein Sport. Ich habe mit neun Jahren damit begonnen. Wir sind einfach ein gutes Team.“ Dieses setzt sich auch noch ausschließlich aus Volleyballerinnen der drei Römerberger Ortsteile Berghausen, Heiligenstein und Mechtersheim zusammen. Am Freitag geht die Reise nach Brandenburg los. So spielen sie TuS Heiligenstein, Volleyball-Mädchen unter 14 Jahre Martha Walter, Fabienne Balogh, Greta Vogel, Carolina Schwab (alle Heiligenstein), Isabel Müller, Lili Palenczat, Sarah Hildebrand, Nelly Kellner (alle Berghausen), Hanna Thiery (Mechtersheim) Trainer: Udo Walter, Jörn Schwab.

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