Speyer Alle Aktivitäten wert

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„Was für ein Potenzial!“ So hat Domdekan Christoph Kohl am Samstagabend im Dom die Möglichkeiten des Dombauvereins gestern, heute und morgen beschrieben. Wie gestern in der RHEINPFALZ am SONNTAG kurz berichtet, haben Mitglieder, Unterstützer und Freunde das 20-jährige Bestehen mit einem Festakt in der Kathedrale gefeiert.

Der Spagat zwischen täglich neuen Herausforderungen und lebendiger Kirche sei dem Dombauverein in den vergangenen zwei Jahrzehnten gelungen, lobte Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) die Arbeit des Vereins. „Wir sind ein sehr spezielles Völkchen, das sich gerne in Stadt und Region verwurzelt“, erklärte er das Weltkulturerbe als wichtige Identitätsstütze für Speyerer, die Region und ganz Europa. „Der Dom ist alle Aktivitäten wert“, ermutigte Eger die derzeit 2800 Vereinsmitglieder zur Fortführung ihrer Arbeit. Georg Gölter, stellvertretender Vorsitzender der Europäischen Stiftung Kaiserdom, wünschte dem Verein eine lange Lebenszeit: „vielleicht 100 Jahre“. Wie zuvor Dombauverein-Vorsitzender Wolfgang Hissnauer blickte er auf drei Anläufe zwischen 1853 und 1958 hin, die Kathedrale mit Hilfe eines Dombauvereins für kommende Generationen zu bewahren. „Zusammengenommen waren diese Dombauvereine 23 Jahre tätig“, sagte er. Die jetzt verantwortlichen Mitglieder sorgten dafür, dass der Dom immer wieder auch den Menschen erfahrbar werde, die in der Regel nicht den Sonntagsgottesdienst besuchten. Hissnauer begründete die Beständigkeit des von ihm geführten Vereins mit der Erkenntnis, „dass so ein gewaltiges Bauwerk einer permanenten Sorge bedarf und man nicht in Restaurierungszeiten oder –abschnitten denken sollte“. Allen Beteiligten sei es gelungen, sich unter die Ziele und Aufgaben des Dombauvereins zu stellen und aktiv und mit hohem zeitlichen Einsatz an deren Erreichung mitzuwirken, betonte er. Dankbar erinnerte Hissnauer an „Gründungsbischof“ Anton Schlembach und an das Engagement von Domkustos Domkapitular Hubert Sedlmair und Dombaumeister Alfred Klimt. „Wir dürfen uns nicht auf dem bisher Geleisteten ausruhen, sondern müssen uns dafür einsetzen, viele weitere Menschen für diese Kathedrale zu gewinnen“, appellierte er. Der Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori und der stellvertretende Domorganist Christoph Keggenhoff gaben der Feierstunde den musikalischen Rahmen. (kya)

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