Speyer Alarm: Kellerbrand in Mehrfamilienhaus mit 38 Betroffenen

Feuerwehreinsatz: zehn Fahrzeuge in der Schwerdstraße.
Feuerwehreinsatz: zehn Fahrzeuge in der Schwerdstraße.

Ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Landauer Straße im Speyerer Süden hat am Sonntag, kurz nach 15 Uhr, für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Auch die Polizei und medizinische Helfer waren gefragt.

Eine Verletzte und insgesamt 38 Betroffene bilanziert die Polizei, die mit rund 30 Kräften und zehn Fahrzeugen mehr als zwei Stunden im Einsatz war. Die Anzahl der Bewohner und ihrer Gäste in dem vierstöckigen Haus habe eine besondere Herausforderung dargestellt. „Bereits beim Ausrücken wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass der Treppenraum des Gebäudes stark verraucht sei und die Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr aus ihren Wohnungen kommen könnten“, so die Wehr.

Beim Eintreffen der Brandschützer habe sich dies bestätigt: „Rund ein Dutzend Menschen standen zur Straße und auch im rückwärtigen Bereich an Fenstern und auf Balkonen, um auf sich aufmerksam zu machen“, heißt es im Bericht. Niemand davon habe angegeben, verletzt zu sein. Alle hätten sich ruhig verhalten und die Anweisungen der Feuerwehr befolgt. „Die Wohnungen waren sicher, deshalb war es besser, die Personen warten zu lassen, bis das Treppenhaus entraucht war“, erklärt Feuerwehr-Sprecher Thomas Tremmel.

Gehbehinderte Bewohner

Danach seien die Betroffenen, darunter Gehbehinderte, ins Freie geleitet worden. Dort hätten der Rettungsdienst und die Schnelleinsatzgruppe des Katastrophenschutzes mit einem Leitenden Notarzt für Hilfe bereitgestanden. Als Verletzte gilt aber nur eine Frau, die versucht habe, das Feuer zu bekämpfen, um Schlimmeres zu verhindern. „Sie wurde später mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht“, berichtet die Wehr.

Das Haus sei wieder komplett bewohnbar, der Schaden überwiegend auf den Keller begrenzt. Dort hat sich laut Feuerwehr aus unbekannter Ursache ein Schmorbrand entwickelt, der unter Atemschutz gelöscht worden sei. Parallel zum Löscheinsatz hätten Atemschutztrupps das Treppenhaus auf eventuell bewusstlose Personen kontrolliert. „Aufgrund der hohen Giftigkeit des Brandrauchs bestand die Gefahr, dass bereits wenige Atemzüge ausreichen würden, um eine Bewusstlosigkeit zu verursachen“, so Feuerwehr, die aber Entwarnung geben konnte.

Ursache noch unklar

Während des Einsatzes war die Landauer Straße zwischen der Bismarck- und Schwerdstraße aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Die Polizei sieht die Folgen des Brandes als begrenzt. Zur Ursache hatte sie am Montag noch keine Informationen. Die Feuerwehr konnte nach dem Löscheinsatz keine überhöhte Kohlenmonoxid-Belastung feststellen. Die Überdruckbelüftung und Entrauchung des Gebäudes hätten sich jedoch schwierig gestaltet, da anfangs geeignete Entrauchungsöffnungen gefehlt hätten.

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