Speyer Afrikafest fällt aus

Afrika-Unterstützerin: Gloria Aryeh-Steffen.
Afrika-Unterstützerin: Gloria Aryeh-Steffen.

Das für den heutigen Samstag als Beitrag der laufenden Interkulturellen Woche (IKW) auf dem Geschirrplätzel angekündigte Afrikafest findet nicht statt. Das haben die Veranstalter mitgeteilt. Grund ist offenbar eine Orts- und Terminkollision.

Der Onuado-Freundeskreis Deutsch-Afrikanische Integration und die Speyerer Trommelgruppe Afabato mussten nach eigener Mitteilung dem alljährlich auf dem gleichen Platz vom Lions-Club Palatina ausgetragenen Suppenfest (Beginn um 11.30 Uhr) weichen. Der Beirat für Migration und Integration hatte das Afrikafest in sein IKW-Programm 2023 aufgenommen, das unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) steht. „Wir sind sehr enttäuscht“, sagt Afabato-Leiter Rainer Körber auf Anfrage. Er hätte mehr Flexibilität von der Stadt erwartet.

Auch Onuado-Vorsitzende Gloria Aryeh-Steffen kann kein Verständnis für die kurzfristige Entscheidung der Stadt gegen die Veranstaltung aufbringen. Erst am Donnerstag sei die Absage gekommen. Am Mittwoch, nachdem die Dopplung von Suppen- und Afrikafest festgestellt worden sei, habe er auf Anraten der verantwortlichen städtischen Mitarbeiterin, einen 13-seitigen Antrag ausgefüllt und bei der Stadt eingereicht, berichtet Körber von zunächst großer Zuversicht.

Vorbereitungen gestoppt

Die Afrikafest-Akteure wären bereit gewesen, auf einen anderen Standort auf der Maximilianstraße auszuweichen, erklärt Aryeh-Steffen. „Wir brauchen für das Fest weder Strom noch Wasser.“ Sie hätten bereits für die Herstellung afrikanischer Leckerbissen eingekauft, die sie verteilen wollten. Die Vorbereitungen für das Fest mit Musik, Markt und Kulinarik seien schon gelaufen.

Die städtische Vorgabe, Veranstaltungen mindestens drei Monate vor dem geplanten Termin anzumelden, sei ihnen nicht bekannt gewesen, sagt Körber. Auch der Beirat habe sie nicht darauf hingewiesen, betont die Onuado-Vorsitzende. Die Afrikaner fühlen sich nach ihren Angaben zurückgewiesen in der „Stadt ohne Rassismus“. Derzeit sucht der Verein nach dem Auszug aus dem Georgenhaus nach Räumen für seine Treffen.

Es lägen keine Informationen zum Sachverhalt vor, teilte die städtische Pressestelle am Freitagmittag auf Anfrage mit. Für Afabato geht der Einsatz für Afrika weiter mit der 6. Percussion Night als Benefizaktion am Sonntag, 15. Oktober (19 Uhr, Alter Stadtsaal).

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