Speyer Abwehr steht, Angriff schwächelt
«Speyer.» Mit einer 54:62 (31:34)-Heimniederlage gegen die TS Jahn München starteten die Damen des TSV Towers Speyer-Schifferstadt in die neue Saison in der Zweiten Bundesliga Süd.
Die Towers begannen gegen den letztjährigen Vizemeister und Play-off-Platz-Anwärter mit schnellem und gut strukturiertem Spiel. In den zweiten fünf Minuten des ersten Viertels gelang den Gastgeberinnen ein 14:0-Punkte-Lauf und die Erkenntnis, die Bayerinnen schlagen zu können. Die sehr körperbetont geführte Begegnung verlief nahezu über die gesamte Spielzeit ausgeglichen. München übernahm im zweiten Spielabschnitt die Führung, schaffte es aber nicht, sich entscheidend abzusetzen. Die Towers überzeugten vor allem in der Defensive und ließen bis zum Ende nicht viel zu. „Gegen Jahn nur 62 Punkte zulassen, das ist schon gut“, sagte TSV-Trainer Marcel Kalamorz über das Abwehrverhalten seiner Damen. Den möglichen Sieg vergab Speyer-Schifferstadt mit schwachem Angriffsspiel, vor allem im letzten Spielabschnitt. „Wir hatten gute Ideen. Aber wenn der Passweg dann mal zu war, dann wussten wir oft nicht, was wir tun sollten. Da war München defensiv oft gut gegen uns gestanden. Daran werden wir im Training jetzt arbeiten“, stellte der Coach fest. Die dann unter Zeitdruck entstandenen Korbabschlüsse fanden häufig ihr Ziel nicht und trugen so zur schwachen Wurfquote der Towers zum Ende der Partie bei. Beste Spielerin auf dem Feld war die junge Münchnerin Emily Bessoir, die im Sommer mit der Nationalmannschaft der Unter-18-Jährigen die Europameisterschaft gewann. Neben Bessoir (18) punkteten für die Gäste auch noch Aufbauspielerin Verena Seligmann (14) und Neuzugang Christina Schnorr (14) zweistellig. Auf Seiten der Hausherrinnen überzeugte vor allem Maike Krüger, mit zwölf Zählern auch Topscorerin ihres Teams. Die TSV-Neuzugänge Shantrell Moss und Jessie Edwards zeigten, dass sie echte Verstärkungen sind. Moss musste sich allerdings früh im Spiel mit hoher Foulbelastung etwas zurücknehmen. In der Halbzeitpause wurde Kathryn Verboom offiziell verabschiedet und von den Zuschauern gefeiert. Die Kanadierin hatte in acht Jahren im Towers-Trikot 1952 Punkte erzielt. Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) tritt die Mannschaft auswärts bei der DJK Don Bosco Bamberg an. Die personell ordentlich verstärkten Fränkinnen peilen einen der vorderen Plätze in der Liga an. So spielten sie TSV Towers Speyer-Schifferstadt: Krüger (12), Edwards (9), Jalalpoor (8), Moss (7), Netter (7), Faul (6), Ruf (5), Helmig, Steinort, Akele.