Handball
A-Jugend-Regionalliga: Mädchen der HSG Dudenhofen/Schifferstadt sind Erster
„Bei fünf Siegen aus fünf Spielen freut man sich grundsätzlich erst mal, aber natürlich ist man als Trainer nie im Ganzen zufrieden“, so Übungsleiter Rolf Keller. Die Stimmung unter den Spielerinnen sei aktuell aufgrund der Leistung sehr gut. Dies zeige sich auch auf dem Spielfeld, verrät Keller. „Alle feiern sich gegenseitig für gute Aktionen, bauen sich auf, wenn es mal nicht läuft, und alle sind sich ihrer Rolle in der Mannschaft bewusst und tragen ihren Teil zum aktuellen Erfolg bei.“
Mit 193 erzielten Treffern stellt die HSG die treffsicherste Offensive der Regionalliga. Besonders lehrreiche Spiele waren bereits die Partien gegen die Südpfalztiger (29:26) und DJK St. Matthias Trier (39:35), als Annika Günthert mit jeweils 13 Treffern aufblühte: „Uns wurden hier viele Defizite aufgezeigt, an denen wir konsequent arbeiten, aber gleichzeitig waren sie auch sehr positiv, da die Mädels trotz der engen Spielverläufe immer die Ruhe bewahrt haben und die Spiele am Ende souverän runtergespielt haben“, sagt Keller.
Co-Trainer Günthert
Die größte Stärke des Teams sei nach wie vor das Kollektiv, welches innerhalb der Mannschaft harmoniert. Des Weiteren gibt es auch noch Luft nach oben, da sich vor allem die technischen Fehler immer wieder häufen. In der Vorbereitung arbeitete die Gruppe sehr viel individuell, um die technischen Fähigkeiten jeder Spielerin auszubauen. „Mein Co-Trainer Philipp Günthert ist da vor allem für die Außenspielerinnen und Torhüter zuständig. Ich kümmere mich um den Rückraum und um die Kreisläufer“, sagt der Verantwortliche.
In der Saisonvorbereitung feilten die Panther außerdem sehr viel an der Defensive. Nach der Anfälligkeit in den ersten Partien nahmen die Coaches passende Veränderungen vor. Das Abwehrverhalten verbesserte sich mittlerweile von Match zu Match. Der Kern der Mannschaft spielt bereits seit der C-Jugend zusammen. Punktuelle Verstärkung kam mit dem Fokus auf die menschlichen Eigenschaften: „Die Mannschaft ist deutlich harmonischer als letzte Saison. Die Stimmung ist wesentlich besser, alle haben Bock, sich einzubringen. Das war die letzten Jahre nicht immer so“, meint Keller. Durch die persönliche Reife der Spielerinnen über die Jahre hinweg bringt Keller Dudenhofen/Schifferstadt auf ein neues Level, da jede Akteurin ihre Stärken und Schwächen erkennt.
Als Favoriten auf die Meisterschaft nennt er HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler, SF Budenheim und TSG 1846 Mainz-Bretzenheim, gegen die Dudenhofen/Schifferstadt noch antritt: „Wir waren die letzten drei Saisons immer die beste pfälzische Mannschaft in der Regionalliga, das wollen wir natürlich auch diese Saison bleiben.“
Um sich weiterhin zu verbessern und noch genauer auf die Stärken oder Schwächen einzugehen, erstellen die Trainer Statistiken und zeichnen die Spiele auf. Einige Mädels trainieren bereits schon seit dem Sommer in der ersten und zweiten Mannschaft der Damen mit. Sie kommen dort auch zum Einsatz. Dennoch genießt die A-Jugend aber oberste Priorität. „Lediglich drei Spielerinnen werden nach der Saison ihre Jugendzeit beenden, zwölf Spielerinnen des Kaders verbleiben in der A-Jugend“, informiert Keller.