Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel 20 Spieler schon fix für nächste Runde in Dudenhofen

Chef-Coach Kevin Hoffmann und sein Trainerteam haben verlängert: „Wir sind alle befreundet, ich habe vollstes Vertrauen.“
Chef-Coach Kevin Hoffmann und sein Trainerteam haben verlängert: »Wir sind alle befreundet, ich habe vollstes Vertrauen.«

Auf der sicheren Seite ist der FV Dudenhofen in der Oberliga noch nicht. Gleichwohl sind sich Sportdirektor, Sportlicher Leiter und Trainer sicher, dass die Elf Anfang Juni über dem Strich stehen wird. Für die kommende Saison sind bereits 16 Spieler plus vier Neue fix – unabhängig ob Ober- oder Verbandsliga.

31 Punkte nach 22 Spielen lassen den FV Dudenhofen zufrieden in die Winterpause gehen. Platz 10 in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aber ist alles andere als ein Ruhekissen, da von sieben Absteigern auszugehen ist. „Man braucht 48, 49 Punkte um sicher zu sein. Bis auf sechs Mannschaften spielen alle gegen den Abstieg. Ich bin sicher, einer wird absteigen, der heute noch nicht damit rechnet“, prophezeit FVD-Sportdirektor Christian Schultz.

Dass der FV Dudenhofen am Ende über dem Strich stehen wird, davon sind Schultz, der Sportliche Leiter Florian Kober und Trainer Kevin Hoffmann überzeugt. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir das schaffen! Wir werden unser Ziel aber nur erreichen, wenn uns allen bewusst ist, dass wir ein paar Prozent mehr in die Waagschale werfen müssen als andere“, sagt Schultz. Sollte der schlimmste Fall eintreten, der FVD das rettende Ufer nicht erreichen, wird es keinen Ausverkauf an der Iggelheimer Straße geben. Für die kommende Saison sind bereits 16 Spieler plus vier Neue fix – unabhängig ob Ober- oder Verbandsliga. Das komplette Trainerteam hat verlängert.

„Sofort zehn Bewerbungen“

„Es macht unheimlich viel Spaß, wir alle sind befreundet, ich habe vollstes Vertrauen“, sagt Chef-Coach Kevin Hoffmann, der mit der FVD-Ikone Timo Enzenhofer und Soleiman Rostamzada zwei Cotrainer an seiner Seite weiß. Torwarttrainer Thorsten Scheib und Athletik-Coach Ken Fischer komplettieren den Trainerstab.

Nach der vergangenen Saison wurden die Macher beim FVD vom Rückzug von Trainer Steffen Litzel überrascht. „Es gab keinen Plan B, aber sofort zehn Bewerbungen“, erzählt Christian Schultz, der mit „Flo“ Kober einig war, erneut eine interne Lösung zu favorisieren. „Die erste Mannschaft ist unser Aushängeschild, aber wir sind ein familiärer Verein geblieben, bei uns soll und wird Kameradschaft gelebt“, unterstreicht Schultz die Philosophie. Kevin Hoffmann, seit acht Jahren im Verein, lange Kapitän, sagte nach kurzer Bedenkzeit Ja zur Beförderung vom Co- zum Cheftrainer. Dass seine Mission mit drei Niederlagen startete, machte keinen nervös. Kober: „Bei uns herrschte Ruhe, die Mannschaft hat sich gut entwickelt, die Neuzugänge sind gut integriert.“

Gesundes Defensivgerüst

Kevin Hoffmann, der emotionale Coach, musste an einer zentralen Stelle improvisieren: Gleich drei Sechser fallen mit Kreuzbandrissen aus. Erst traf es Cem Izgec, dann in der Vorbereitung den aus der Jugend des FC Speyer 09 gekommen Luca Teutsch. Und das just an dessen 19. Geburtstag. In die Bresche sprangen zunächst der aus Rülzheim geholte Lirim Mustafa und der vielseitig einsetzbare Tolga Barin, der dienstälteste Spieler im Kader. Zuletzt zeigte der Ex-Mechtersheimer Nik Bauer seine Qualität in dieser Rolle.

„Gerade in der Defensive verfügen wir über ein gesundes Gerüst“, betont Trainer Hoffmann. Die Torhüter Philipp Schilling und Malcolm Little praktizieren ein funktionierendes Wechselspiel im Vier-Wochen-Rhythmus. Wirkungsvoll die Offensivverteidiger Lukas Metz und Sven Hoffmann, stabil die Innenverteidigung mit Simon Bundenthal und dem auch offensiv mit Kopfballstärke auftrumpfenden Yannis Albrecht, der wie Hoffmann viermal traf. „Elias Burkert hat uns sehr geholfen, den kannst du überall hinstellen“, lobt Coach Hoffmann den 21-jährigen Ex-Speyerer, der sofort da war, als Routinier Bundenthal nach einem schweren Autounfall ausfiel.

Frei bis 11. Januar

Stolz sind sie in Dudenhofen, dass Eigengewächs Marvin Klehr sich auf Anhieb als Verstärkung der Mannschaft entpuppte, als der Kapitän Marvin Sprengling, der verbale Anführer, so lange verletzt fehlte. „Marvin ist ein Unterschiedsspieler“, betont Sportdirektor Schultz. Die Verantwortlichen sind froh, dass auch Michael Bittner, der kreative Flankengeber, schon für eine weitere Saison zugesagt hat. Wie auch der spielstarke Mittelstürmer Kennet Hanner-Lopez, mit zehn Treffern bester Dudenhofener Torschütze, der gleich bis 2026 bleibt. Siebenmal bei 15 Einsätze getroffen hat der pfeilschnelle Jannik Styblo. Noch so ein Typ, der lange fehlte und nun die Hoffnung stärkt, dass der FVD die Klasse hält. Bis 11. Januar hat Kevin Hoffmann seinen Jungs frei gegeben. Mit dem Nachholspiel gegen Wormatia Worms geht’s am 24. Februar weiter.

x