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Montag, 06. Mai 2019 Drucken

Speyer Land

„Immer auf Zack“

„Ich bin ein Waldseer Bu, ich war nie weg und bin hier in den Vereinen verwurzelt“, sagt Steffen Sternberger-Hahn. Der 35-Jährige SPD-Mann will Ortsbürgermeister seines Heimatorts werden.

Von Christine Kraus

An seinem Liebelingsplatz in Waldsee: SPD-Kandidat Steffen Sternberger-Hahn an der Flurkapelle.

An seinem Liebelingsplatz in Waldsee: SPD-Kandidat Steffen Sternberger-Hahn an der Flurkapelle. ( Foto: Lenz)

Sternberger-Hahn ist gelernter Bäcker, hat 2004 nach eigener Angabe als jüngster Bäckermeister in Baden-Württemberg die Meisterprüfung abgeschlossen. Nach der Ausbildung zum Landesbeamten im Werksdienst ist er nun in der Justizvollzugsanstalt Mannheim für die Beschäftigung und Ausbildung der Strafgefangenen zuständig. Mit seiner Frau und der kleinen Tochter lebt er in Waldsee.

Im vergangenen Sommer hat er erstmals darüber nachgedacht, als Ortsbürgermeister für den Heimatort zu kandidieren. „Der Gedanke hat mich nicht mehr schlafen lassen“, gibt er zu. Die Politik ist ihm in die Wiege gelegt worden. Seine Mutter Jutta Hahn hat sich jahrelang für die SPD in der Kommunalpolitik auf Orts- und Kreisebene engagiert und war selbst Bürgermeisterkandidatin.

Steffen Sternberger-Hahn ist 2014 in den Ortsgemeinderat gewählt worden. Von einem hinteren Listenplatz, wie er betont. „Ich habe viel Freude an der Kommunalpolitik. Man spürt sofort sichtbar Auswirkungen und Erfolge“, sagt er. „Ich möchte die Wahl zum Ortsbürgermeister gewinnen.“ Im Rat solle dann konstruktiv zusammengearbeitet werden, sodass alle zufrieden sind.

„Nahe an den Bürgern“ möchte er als Ortsbürgermeister sein und ein „offenes Ohr für alle Bürger“ haben. Er diskutiere gerne, nehme viel auf, und gewisse Themen ließen ihn nicht mehr los. In seiner Partei habe er ein starkes Team hinter sich. „Eine Mischung aus Alt und Jung und viele junge Leute mit frischen Ideen“, sagt Sternberger-Hahn.

In den vergangenen Jahren habe die SPD vieles für Familien durchgebracht. Nun solle es für junge Familien, aber auch für Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen Windelsäcke auf Kosten der Gemeinde geben.

Ein Kernthema für ihn sei der Verkehr. Ganz besonders liege es ihm am Herzen, dass Kinder die Rehhütter Straße auf dem Weg zum Schulbus sicher überqueren können. Die SPD habe seit Langem einen Zebrastreifen beantragt. Nun solle eine Überquerungshilfe gebaut werden. Dass das ein CDU-Antrag war, stört ihn nicht. „Hauptsache ist, dass etwas passiert.“ Dass die Ortsumgehungsstraße von Schifferstadter zu Rehhütter Straße nun gebaut werden kann, sieht er als „absoluten SPD-Erfolg“. „Wenn dann da noch Grundstücke für junge Familien herauskommen, wäre das eine klasse Sache“, sagt er. Für sozialverträgliche Mieten möchte er sich einsetzen. Wohnen auf dem Wasser lehnt er dagegen ab. Das Projekt am Wolfgangsee ergebe wenig Sinn, da das Gebiet ein Naherholungsgebiet sein soll.

Für das Campinggebiet „Auf der Au“ strebt er eine erträgliche Lösung für Camper und Eigentümer an. Es sei allerdings nicht Aufgabe der Gemeinde, einen Campingplatz zu betreiben. Er will die Selbstorganisation unterstützen und gerne in die Planung einbezogen werden.

Das Ehrenamt möchte er stärken, unter anderem indem er die Vereinsförderung erhöht. „Die Gemeinde hat die Mittel dazu und sollte sie auch nutzen“, sagt er. Er selber habe sich viele Jahre in den Vereinen seines Heimatorts engagiert und sei als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr oft bei Einsätzen in Waldsee und der Verbandsgemeinde unterwegs.

Das Ortsbürgermeisteramt sei zwar ein Ehrenamt. „Aber ich will mir die Zeit nehmen, dass ich dieses Amt auch zufriedenstellend für mich ausüben kann. Ich möchte authentisch rüberkommen, das ist mir wichtig“, sagt Sternberger-Hahn. Er sei immer flott unterwegs, immer auf Zack. „Wenn ich etwas will, dann erreiche ich das auch“, sagt der 35-Jährige.

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