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Montag, 29. April 2019 Drucken

Speyer

Auf dem Friedhof: Ein Gedenkstein für Rudolf Stoye

Am Samstag enthüllter Stein: im Gedenken an Rudolf Stoye.

Am Samstag enthüllter Stein: im Gedenken an Rudolf Stoye. ( Foto: Lenz)

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) hat am Samstag gemeinsam mit Vertretern der Stoye-Stiftung auf dem Friedhof einen Gedenkstein für Rudolf Stoye enthüllt. Der frühere Leiter der ehemaligen Schwanenapotheke ist 1898 in Speyer geboren und 1969 auch in der Domstadt verstorben.

Aufgestellt worden war der Gedenkstein von Bildhauer Holger Grimm, geschaffen sei er von Jan Fehling aus Nordhausen, erklärte Grimm. Ihm zufolge besteht der Stein aus einem 1,3 Tonnen rotem Granit und einem eine Tonne schweren Sockel. Das Foto von Stoye sei mit Pixeltechnik auf dem Stein aufgebracht. Der Stein befindet sich direkt neben dem inzwischen aufgelösten Grab Stoyes. Stoye war unverheiratet, hinterließ auch keine Kinder. Im Testament verfügte er einen Teil seines Vermögens zugunsten einer Stiftung, die sich der Familienforschung zuwenden und seinen Namen tragen sollte. Ihre Aufgabe ist es, seine Arbeiten zu pflegen und Weiterführendes zu fördern.

Der Apotheker Stoye hatte beide Weltkriege als Soldat erlebt und nach 1945 wieder die Leitung seiner eigenen Apotheke in der Korngasse übernommen. Er betrieb über 30 Jahre lang Familienforschung und hinterlegte seine Ergebnisse bei der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung, jetzt bei der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer.

Die Stiftung Stoye mit Sitz in Marburg wurde am 12. November 1991 gegründet. Mit der Wiedervereinigung und der Restitution enteigneter Liegenschaften habe die Stiftung auch ein Gut in Plömnitz erhalten. Die Hofstelle sei verfallen, Kerne des Hofes verkauft, die Felder jedoch noch in Stiftungsbesitz, sagte Seiler. „Mit den Erträgen aus dem Stiftungsvermögen werden historische Quelleneditionen finanziert und öffentlichen Bibliotheken und Archiven bereitgestellt.“

Die Stiftung wird geführt von Steffen Iffland aus Nordhausen in Thüringen (Sprecher) und Günter Kriependorf aus Herner-Sundwig bei Iserlohn (Schriftleiter). Die Kuratoriumsmitglieder Thomas Berger, Dresden (Vorsitzender), Ingo Schulz, (Magdeburg), Margit Rambow (Köln) und Michael Weigel (Leipzig) waren am Samstag anwesend. |cor

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