Neunkirchen
Vieles Neues im Neunkircher Zoo
Erst vorige Woche hatte der Neunkircher Zoo viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Traurig war die Nachricht, dass die 54-jährige Elefantendame Kirsty wegen Altersschwäche eingeschläfert werden musste. Eine schöne Neuigkeit ist hingegen die Kunde von der Geburt eines süßen Orang-Utan-Babys.
Damit der Zoo auch in Corona-Zeiten geöffnet bleiben darf, gelten hier strenge Hygienevorschriften. So ist mit Ausnahme des geräumigen Elefantentempels derzeit in allen Tierhäusern das Betreten verboten. Deren wuselige Bewohner lassen sich jedoch durch große Glasscheiben weiterhin gut beobachten. Auf alle Fälle bewegt man sich hier an der frischen Luft: Mit 20 Hektar Fläche bietet der Neunkircher Zoo jede Menge Platz zum Spazierengehen mit Abstand.
Neuer Souvenirshop bleibt vorerst noch geschlossen
„Das wir jetzt einen neugestalteten Haupteingang haben, hilft uns in der Pandemie zusätzlich“, erklärt Zoodirektor Norbert Fritsch. „Unsere Gäste brauchen bei der Ankunft nicht durch schmale Räume zu gehen.“ Die neue Hauptkasse ist bereits seit Ende 2020 in Betrieb – und damit schon ein bisschen länger als der vergrößerte Eingangsbereich. „Unsere Kassiererinnen sitzen dort sicher hinter einer Scheibe.“ Mit der offiziellen Übergabefeier des neuen Zoo-Eingangs will man bis zum Abklingen der Pandemie-Beschränkungen warten. Dem Coronavirus ist übrigens auch die Entscheidung geschuldet, dass der neue Souvenirshop im Eingangsgebäude bislang noch nicht eröffnet wurde.
Damit es im Eingangsbereich keinen „Begegnungsverkehr“ von Zoobesuchern gibt, darf der Tierpark in diesen Wochen nur durch das Drehtor im Zaun neben dem Seehundbecken verlassen werden. So kommen sich die Gäste nicht ins Gehege.
Seehunde planschen jetzt an der Ostsee
Apropos Seehundbecken: Diese Anlage, im zoointernen Sprachgebrauch Robbenbucht genannt, hatte in den vergangenen Jahrzehnten stets den letzten großen Höhepunkt eines jeden Besuchs im Neunkircher Zoo gebildet. Die Fütterungen, bei denen die flinken Seehunde für ihre Kunststückchen mit Bällen und Plastikreifen von den Tierpflegern mit leckeren Heringshappen belohnt wurden, waren bei Kindern eine ganz besonders heiß geliebte Attraktion.
Diese Zeiten sind nun vorbei. Denn die beiden Seehündinnen Iri und Anke haben inzwischen ein neues Zuhause gefunden – in einer nagelneuen Beckenanlage im Zoo „Arche Noah“ im norddeutschen Ostseebad Grömitz bei Oldenburg. „Wir hoffen, dass sie sich dort schnell einleben und wohlfühlen“, sagt die Neunkircher Zoopädagogin Katharina Kronauer. „Wir werden Iri und Anke ebenso vermissen wie unsere Besucher. Wir haben uns aber zu diesem Schritt entschlossen, weil unsere Seehundeanlage sanierungsbedürftig ist.“ Ob die beiden wieselflinken Wassertiere eines Tages nach Neunkirchen zurückkehren „oder ob euch nach einem Umbau zukünftig jemand Neues dort begrüßen wird – lasst euch überraschen“, möchte Katharina Kronauer die Sache bis auf Weiteres noch ein bisschen spannend machen.