Neunkirchen Straßenbau-Landesbetrieb gibt die saarländischen Autobahnen ab
Neben den Bundes- und Landesstraßen war der Neunkircher Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) im Saarland bislang auch für die Autobahnen zuständig. Für diese übernimmt die neue Autobahn-GmbH zum 1. Januar 2021 – wie in allen Bundesländern – sämtliche Aufgaben wie Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung. Der LfS hatte dies im Saarland bislang in sogenannter Auftragsverwaltung für den Bund mit betreut. Am LfS-Sitz in Neunkirchen entsteht zurzeit eine Außenstelle der Autobahn-GmbH.
Aufgelöst wird der Landesbetrieb deshalb aber nicht: Wie LfS-Sprecher Thomas Thiel am Mittwoch auf Nachfrage erläuterte, behält seine Behörde die Verantwortung für die Landes- und Bundesstraßen im Saarland.
Stühlerücken für gut 300 Beschäftigte
„Aber rund ein Drittel unserer 530 Mitarbeiter – eben diejenigen, die sich mit den Autobahnen beschäftigen – werden zur GmbH wechseln“, sagt Thiel. Dieses Personal ziehe jetzt innerhalb des Verwaltungsgebäudes in andere Büros um.
Mehr als 300 Mitarbeiter im Haus sind von der Umzugswelle betroffen. Laut LfS-Chef Werner Nauerz wurde am 26. November mit dem hausinternen Stühlerücken begonnen. „Dabei werden sowohl die Arbeitsplätze als auch die Infrastruktur an PCs und Telefonen neu aufgeteilt.“
Mit Blick auf die Corona-Pandemie sollen derzeit aber so viele Kollegen wie möglich im Heimbüro arbeiten. Dies soll beim LfS bis zum Jahresende trotz der großangelegten Umzugsmaßnahmen die Handlungsfähigkeit sicherstellen. Jedoch könne es sein, dass einzelne Mitarbeiter in der Zeit des Umzugs nur eingeschränkt telefonisch erreichbar sind. Denn wenn die Telefonapparate umziehen, könne man die Rufumleitungen ins Homeoffice nicht aufrechterhalten.