Saarland
Stimmung in der Saar-Wirtschaft hellt sich auf
Saarbrücken. Die Stimmung in der saarländischen Wirtschaft hat sich im Februar leicht aufgehellt. Das signalisiert die Februar-Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK), die Unternehmen zur aktuellen Geschäftslage und zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragte.
Während sich die Einschätzung der aktuellen Lage angesichts unverändert schwacher Industriekonjunktur mit 17,7 Zählern in etwa auf dem Vormonatsniveau verharrte, haben sich die Aussichten zum fünften Mal in Folge verbessert, teilte IHK-Sprecherin Nicole Schneider-Brennecke mit.
Der Erwartungen der Unternehmen an kommende Geschäfte stiegen um 1,3 Punkte auf nunmehr minus 3,3 Zähler und haben sich damit deutlich von seinem Tiefpunkt im September (minus 11,9 Zähler) erholt.
IHK-Chef sieht Anlass zur Hoffnung
„Die Meldungen der Unternehmen geben Anlass zur Hoffnung, dass sich die Saarkonjunktur weiter stabilisiert“, kommentierte IHK-Geschäftsführer Carsten Meier die Ergebnisse der IHK-Umfrage im Februar.
Allerdings bereite der export-orientierten Wirtschaft nach wie vor das internationale Umfeld einige Sorgen. Das liege nicht zuletzt an der Ausbreitung des Corona-Virus und den absehbaren Produktions- und Nachfrageausfällen in China, so Meier. Zudem dämpfte die ausbleibende Nachfrage im Inland die Investitionsbereitschaft. Für die weitere Entwicklung sei entscheidend, dass die Politik rasch die Wachstumskräfte stärkt. Das könne mit öffentlichen Investitionen in Infrastruktur, Energiewende und Klimaschutz sowie mit einer Senkung der Unternehmenssteuerlast geschehen. An der Umfrage der IHK-Saarland beteiligten sich rund 300 Unternehmen mit gut 120 000 Beschäftigten. Nach Angaben der IHK bewerteten 34 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 50 Prozent mit befriedigend und 16 Prozent mit schlecht.
Probleme in der Stahlindustrie
Rund laufen die Geschäfte in der Medizintechnik, im Ernährungsgewerbe, in der Elektroindustrie, in der Gummi- und Kunststoffindustrie, in der Keramikindustrie, bei den Herstellern von Metallerzeugnissen, im Stahlbau, im Maschinenbau und in der Bauwirtschaft. In weiten Teilen des Fahrzeugbaus sei die Lage überwiegend befriedigend. Aber in der Stahlindustrie und den Gießereien bleibe die Lage angespannt. Zuversichtlich sei dagegen der Dienstleistungssektor.