Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel Schaeffler-Werk soll Brennstoffzelle offenbar nicht bauen

Bei Schaeffler in Homburg entsteht neue Unruhe.
Bei Schaeffler in Homburg entsteht neue Unruhe.

Als „herben Schlag“ wertet die Gewerkschaft IG Metall die Information, dass der Autozulieferer Schaeffler an seinem Standort Homburg vorerst keine Komponenten für die Wasserstofftechnologie produzieren werde.

Zur RHEINPFALZ sagte der IG-Metall-Bevollmächtigte Ralf Reinstädtler am Dienstag, 9. Februar, dass Homburger Schaeffler-Ingenieure in ihrem Werk Pionierarbeit geleistet und den Prototypen für eine mobile Brennstoffzelle entwickelt hätten.

„Jetzt bedient sich Schaeffler dieses Prototyps“, sagt Reinstädtler, „und will die mobile Brennstoffzelle in Bayern produzieren. Dabei war Homburg stets als Standort für Wasserstoffkomponenten in der Zukunfts-Autoindustrie im Gespräch.“ Eine in Homburg bereits geplante „erste Investition über 10,5 Millionen Euro“ für die Brennstoffzellfertigung werde nun offenbar nach Franken verlegt.

„Das wäre eine Perspektive für die Zeit nach Ende des Verbrennermotors gewesen“, bedauert Reinstädtler. Was bleibe, sei der bei Schaeffler in Homburg ohnehin geplante Abbau von 292 Stellen in der Kugelfertigung.

Projekt Modellregion bereits gescheitert?

Eine „Enttäuschung für die Schaeffler-Mitarbeiter, aber auch für die ganze Stadt Homburg “ sieht die Homburger SPD. Ihr Sprecher Esra Limbacher: „Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und dem Betriebsrat. Gemeinsam müssen wir es schaffen, den Standort zukunftssicher zu machen.“

Für die Saar-Grünen ist das Vorhaben der Landesregierung, das Saarland zur „Wasserstoff-Modellregion“ zu machen, „bereits gescheitert“.

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