Homburg
Saarland verspricht Corona-Sonderprämie nun auch für die Pfleger an den Unikliniken
Auf Vorschlag deutscher Klinikträger und Krankenkassen hatte der Bund eine Sonderzahlung für Krankenhaus-Pflegekräfte beschlossen – als Anerkennung für deren Leistungen in der Pandemie. In den vergangenen Tagen wuchs die Kritik von Gewerkschaften und Parteien daran, dass die Beschäftigten der Homburger Unikliniken leer ausgehen sollten. Das sogenannte Krankenhaus-Zukunftsgesetz sieht Zahlungen von insgesamt 1,92 Millionen Euro an Corona-Prämien nur für die Pflegekräfte an zwölf anderen saarländischen Kliniken vor. Denn als anspruchsberechtigt gelten Krankenhäuser mit weniger als 500 Betten und mindestens 20 Covid-Patienten beziehungsweise Kliniken mit über 500 Betten und mindestens 50 Covid-Fällen. Die Gewerkschaft Verdi vermutet, dass bei der Berechnung der Sonderprämien die Homburger Unikliniken leer ausgegangen sind, weil die dort behandelten französischen Covid-Patienten nicht mit eingerechnet wurden.
Für Pfleger und weitere Beschäftigte
Am Freitag, 6. November, teilte die saarländische Landesregierung nun mit, dass sie die vom Bund erhaltenen 1,92 Millionen Euro um 100 Prozent aufstocken werde. Dabei, so Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU), werde die erste Hälfte des Betrages den besonders belasteten Pflegekräften zugute kommen. Die anderen 50 Prozent sollen an weitere Krankenhausbeschäftigte für deren Einsatz fließen.