Saarbrücken Saarland verlängert Ausgehsperre bis 20. April
„In Anbetracht der Entwicklungen halten wir eine Verlängerung der Maßnahmen im Geleitzug der anderen Bundesländer für dringend erforderlich“, sagte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans.
Das Saarland habe schon sehr früh reagiert und den Krankenhäusern durch die Ausgangsbeschränkung wertvolle Zeit verschafft. Man könne erste Erfolge ablesen, aber die Lage bleibe aufgrund der nach wie vor steigenden Infektionszahlen sehr ernst.
Tobias Hans: Nicht zu früh lockern, sonst droht ein Rückfall
„Wenn wir die Maßnahmen zu früh lockern, riskieren wir einen Rückfall und würden damit sträflich aufs Spiel setzen, was wir an Zeit gewonnen haben“, so Hans weiter. Handele das Saarland jetzt nicht entschlossen, beginne es am Ende wieder von vorn. Durch die Entscheidung für die Verlängerung sorge die Landesregierung über den 3. April hinaus für Planungssicherheit.
Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sagte zur Verlängerung: „Die Maßnahmen sind hart und einschneidend. Aber die Ausgangsbeschränkungen sind notwendig, und wir rufen alle Saarländer dringend auf, sich daran zu halten. Ein vorschnelles Aufheben der Maßnahmen wäre fahrlässig und könnte viele Menschenleben gefährden.“ Am Montag waren laut Landesregierung im Saarland 800 positiv getestete Fälle bekannt und neun Tote zu beklagen.
Der Ministerrat habe über die Verlängerung hinaus eine neue Rechtsverordnung verabschiedet. Die tritt am 1. April in Kraft. Mit ihr werden die Inhalte der bestehenden Allgemeinverfügungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aus Gründen der Rechtsklarheit zusammengefasst, teilte Regierungssprecher Alexander Zeyer mit.