Homburg
Ortsvorsteher fordern eigenes Impfzentrum für Saarpfalz-Kreis
„Wieso ist es nicht möglich, in Homburg, mit Sitz der größten und kompetentesten Uniklinik, oder zumindest in der Nähe, ein Impfzentrum zu errichten?“, fragt der Wörschweiler Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger. Er hat mit seinen Kollegen aus den drei anderen Stadtteilen einen Brief an Saarpfalz-Landrat Theophil Gallo und den Homburger Bürgermeister Michael Forster geschrieben.
„Wozu Tankstellen bauen, wenn kein Benzin da ist“
Auf Anfrage sagt der Homburger Rathaussprecher Jürgen Kruthoff, dass die Stadt dem Gedanken eines ortsnahen Impfzentrums „nicht abgeneigt“ wäre. Allerdings sei im Saarland derzeit so wenig Impfstoff verfügbar, dass ein zusätzliches Zentrum die Zahl der Impfungen nicht steigern könne. „Warum sollte man neue Tankstellen bauen, wenn kein Benzin da ist?“ Zudem habe das Saarbrücker Gesundheitsministerium mit den Landkreisen die Zahl von drei Impfzentren im Saarland vereinbart. In diesen würden die vorhandenen Vakzine komplett verimpft. Und der Transport der saarpfälzischen Senioren nach Neunkirchen sei inzwischen gut organisiert.
Homburgs Bürgermeister Michael Forster sagt, er habe den saarpfälzischen Landrat Theophil Gallo bereits schriftlich gebeten, „dieses Anliegen zu prüfen“.
Jürgen Kruthoff hofft derweil, dass in einigen Monaten genug Vakzine vorhanden sind, um sie flächendeckend in den Hausarztpraxen verimpfen lassen zu können.