Saarland Neunkirchen: Zoo schließt – Coronavirus könnte auch für Menschenaffen gefährlich werden
Weil Orang-Utans nahe Verwandte des Menschen sind, hatte der Neunkircher Zoo sein Menschenaffenhaus (Foto) schon seit Tagen vorsorglich vom Besucherverkehr abgetrennt. Ab Mittwoch, 18. März, bleiben die beiden saarländischen Zoos in Neunkirchen und Saarbrücken bis auf Weiteres geschlossen. Die Tierpfleger bleiben aber im Einsatz, um für die Tiere zu sorgen. Zur RHEINPFALZ sagte der Neunkircher Zoodirektor Norbert Fritsch auf Anfrage, dass das Coronavirus nach Ansicht von Fachleuten für das Gros der Zootiere keine Gefahr darstelle. „Aber wie Menschenaffen reagieren würden, ist noch nicht bekannt“, begründete Fritsch die frühzeitige Sperrung des Orang-Utan-Geheges. „Wir müssen da sehr gut aufpassen.“ Während der nun begonnenen Sperrzeit des Zoos würden die Tierpfleger in getrennte Teams unterteilt, „damit wir beim Personal im Ernstfall auch einen Plan B und einen Plan C haben, falls Mitarbeiter wegen Krankheit ausfallen.“ Im Zoo werde in den kommenden Wochen der Betrieb hinter den Kulissen fortgeführt. Bei Bauarbeiten gehe es weiter; Verwaltung und Telefon bleiben besetzt. Dass sich am Montag, 16. März, dem ersten „corona-schulfreien“ Tag im Saarland, umfangreiche Besucherscharen und viele Familien im Zoo eingefunden haben, wurde dort angesichts der Infektionsgefahr mit gemischten Gefühlen registriert.