Neunkirchen
Neunkirchen: Drei Schwerverletzte bei zwei heftigen Unfällen im Stadtteil Wellesweiler
Der 44-jährige Kuseler ist am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr in der Homburger Straße in Wellesweiler verunglückt. Die Feuerwehr musste den Schwerverletzten mit Spezialgeräten aus dem Autowrack befreien. Später berichtete Christopher Benkert, der Sprecher der Neunkircher Feuerwehr: „Im oberen Abschnitt der Homburger Straße, kurz vor dem Wellesweiler Ortsausgang, kam er mit seinem blauen Toyota Avensis Kombi von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum, der in der Böschung stand.“
Nicht nur, dass der Avensis nach den Zusammenprall mit dem Baum verformt war: „Über der abschüssigen Böschung stand er nur noch auf drei Rädern“, schildert Benkert, dass das Wrack mit dem Verletzten mithilfe der Seilwinde eines Löschfahrzeugs gesichert werden musste. Dann hätten die Helfer einige Spezialstützen unter den Wagen geschoben, um dessen weiteres Abkippen zu verhindern.
Erst dann konnten die Feuerwehrleute mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät die komplette Fahrerseite des Toyota wegschneiden. Christopher Benkert erklärt: „In unserem Fachjargon wird das ,Große Seitenöffnung’ genannt.“ Der 44-jährige Westpfälzer wurde aus den Trümmern seines Wagens geborgen; ein Rettungsfahrzeug brachte den Mann ins Krankenhaus.
Französin in kritischer Lage
Wenige Stunden zuvor, nur knapp zwei Kilometer Luftlinie entfernt, waren gegen 17 Uhr auf der Landesstraße L 287 zwei Personenwagen und ein Sattelschlepper aufeinandergeprallt. Diese Straße führt von Wellesweiler nach Bexbach-Rothmühle beziehungsweise als Zubringer zur Autobahn 8. Die Fahrerin eines der Unfallfahrzeuge wurde schwer verletzt in ihrem Auto eingeschlossen. Während der Rettungsarbeiten blieb der Autobahnzubringer bei Wellesweiler in beide Fahrtrichtungen gesperrt.
„Der genaue Unfallhergang muss von der Polizei erst noch ermittelt werden“, sagt Christopher Benkert. Weitgehend mit dem Schrecken davongekommen sei der italienische Fahrer des beteiligten Sattelzuges. Zwar wurde sein Lastwagen beschädigt, der Mann selbst sei aber unverletzt geblieben. Dem Italiener sei es gelungen, das tonnenschwere Gespann auf der Straße zum Halten zu bringen. Christopher Benkert: „Schlimmer waren die Unfallfolgen für die 50-jährige Französin am Steuer eines blauen Mini Countryman und den 32 Jahre alten Fahrer eines Nissan Navara aus dem Saarpfalz-Kreis.“ Deren Autos wurden durch die Wucht des Zusammenpralls in die Leitplanken am Straßenrand geschleudert und dabei demoliert. Der Feuerwehrsprecher: „Die Insassen der beiden Autos erlitten teils schwerste Verletzungen.“ Die Französin war in ihrem stark verformten Mini eingeschlossen.
Benkert: „In enger Abstimmung mit dem Notarzt plante der Einsatzleiter der Feuerwehr die Rettung der Verletzten aus dem Mini.“ Oberstes Ziel der Helfer sei es gewesen, die Frau möglichst schnell, aber schonend zu bergen. Somit wurde an diesem Dienstag in Wellesweiler zum zweiten Mal eine sogenannte Große Seitenöffnung nötig. Hand in Hand hätten Feuerwehr und Rettungsdienst die Schwerverletzte aus dem zerstörten Auto gerettet. Die 50-Jährige wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, ebenso der verunglückte Nissan-Fahrer aus dem Saarpfalz-Kreis.