Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel Kirrberger Wanderwege Teil eines Konzepts für Saarpfalz-Kreis

Die Jakobsmuschel im Boden vor der Merburg bei Kirrberg zeigt, dass hier ein Teilstück des Jakobswegs verläuft.
Die Jakobsmuschel im Boden vor der Merburg bei Kirrberg zeigt, dass hier ein Teilstück des Jakobswegs verläuft.

Die Stadt Homburg lässt zwei neue Wanderwege in und um Kirrberg ausschildern. Inzwischen bittet der dortige Ortsrat die Stadtverwaltung, auf dem Marktplatz im Dorf eine Schautafel installieren zu lassen, die die Ausflügler über die Routen auch jener Wanderwege informiert, die in Kirrberg heute schon existieren.

Achim Müller von der städtischen Homburger Kultur GmbH berichtete dem Kirrberger Ortsrat am Dienstagabend, 24. November, von Plänen, im Stadtteil zwei neue Rundwege auszuweisen. Deren erster soll von der Kirrberger Ortsmitte über die Ski- und Wanderhütte verlaufen, dann die Weiße Trisch streifen und zurück ins Dorf führen. Diese Tour, die übrigens einen Teil des traditionellen Kirrberger Rundwanderweges umfasst, werde ergänzt durch eine zweite neue Route, die als sogenannter Lambsbachtal-Rundweg über die Emilienruhe und die Unikliniken verlaufen soll. Die beiden neuen Wege seien Teil eines Gesamtkonzepts, das zurzeit von dem auf Wandertourismus spezialisierten Planungsbüro Sievers aus dem badischen Emmendingen für den gesamten Saarpfalz-Kreis erstellt werde.

Achim Müller räumte ein, dass der seit Jahren bestehende Kirrberger Rundwanderweg heute teilweise in schlechtem Zustand sei. Auf ihn habe die Stadt Homburg aber keinen Einfluss. Vielmehr werde sich die Kommune nun auf die beiden Routen aus dem neuen Gesamtkonzept konzentrieren, weil ihr für weitere große Sprünge das Geld fehle. Im Ortsrat sagte Ortsvorsteher Manuel Diehl (CDU), dass der Rundwanderweg seit jeher vom lokalen Ski- und Wanderverein unterhalten worden sei. Doch viele von dessen Mitgliedern seien nicht mehr die Jüngsten; man könne nicht zu viel von ihnen verlangen.

Keine großen Hoffnungen auf Wandertafel

Auch mit Blick auf die vom Ortsrat erbetene Wege-Infotafel macht Müller den Kirrberger derzeit keine großen Hoffnungen. „Würde die Stadt so etwas in Kirrberg aufstellen, würden die anderen Ortsteile ebenfalls so etwas verlangen.“ Dabei wäre eine öffentliche Routen-Übersicht durchaus sinnvoll, meinte Dorfchef Manuel Diehl: „Unter anderem verläuft bei Kirrberg auch der Jakobsweg. Der ist hier schlecht ausgeschildert. Im Ort sehen wir häufig Wanderer, die nicht wissen, wo sie hinmüssen.“

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