Wörschweiler
Im Bürgerhaus tauschen Feuerwehr und Ortsrat ihre Räume
Hauptbrandmeister Uwe Neumann vom örtlichen Feuerwehr-Löschbezirk dankte den versammelten Ortsratsmitgliedern für deren Ja zum Saaltausch. „Unsere Feuerwehr brauchte dringend Platz für ihren Umkleidebereich“, zeigte sich Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger erfreut über den jüngsten Personalzuwachs bei der Wörschweiler Wehr. Einstimmig trat der Ortsrat seinen Sitzungssaal bis auf Weiteres an die Wehr ab. Im Nachbarzimmer, das von der Feuerwehr auch weiterhin als Schulungs- und Gemeinschaftsraum genutzt wird, versammelte sich der Ortsrat an jenem Montagabend erstmals zu einer Sitzung an neuer Stelle.
Hauptbrandmeister Uwe Neumann könnte sich gut vorstellen, dass der vor wenigen Jahren renovierte Schulungsraum bald noch reger für öffentliche Zwecke im Dorf genutzt wird: „Vielleicht können hier irgendwann auch mal wieder Altennachmittage abgehalten werden.“
Ortsratsmitglied Ralf Meisel kann dem Saaltausch einen ganz praktischen Zusatzeffekt abgewinnen: „Vielleicht wird die Stadt Homburg dadurch darauf aufmerksam, wie stark sanierungsbedürftig unser Bürgerhaus ist. Es wäre schön, wenn diese Sache den Impuls für eine umfassende Renovierung geben könnte.“
„Gemeinschaftsraum für alle im Dorf“
Zur RHEINPFALZ sagte Uwe Neumann, dass die Wörschweiler Wehr ihren Schulungsraum auch in Zukunft nutzen werde. „Zum Beispiel treffen wir uns hier im Winter zu Theorie-Übungen, oder auch zu Kameradschaftsabenden. Wir teilen uns den Raum aber nicht nur mit dem Ortsrat: Auch die Malfrauen-Gruppe war hier schon drin. Ich finde, wir sollten das hier als Dorfgemeinschaftsraum für alle verstehen.“
Die Feuerwehr hatte die räumliche Erweiterung bitter nötig. „Die bisherigen Verhältnisse in dem kleinen Raum ganz links im Eingangsbereich des Hauses waren nicht mehr tragbar; sie genügten den Vorschriften einfach nicht mehr.“
Löschbezirk auf gut 30 Kameraden angewachsen
Jetzt haben die Wehrkameraden also den bisherigen Ortsratssaal dazubekommen. Dort haben sie vor 14 Tagen 30 nagelneue Metallspinde installiert. Immerhin ist der Löschbezirk zuletzt auf gut 30 Aktive angewachsen. „Bei den Umkleiden mussten wir auch für eine ordentliche Geschlechtertrennung sorgen“, berichtet Neumann, dass sich der Frauenanteil von vorher zwei Kameradinnen inzwischen auf sechs vergrößert hat.
Auch die Hygiene kommt jetzt zu ihrem Recht: „Ab sofort müssen wir unsere Privatkleidung nicht mehr im selben Spind zusammen mit der Einsatz-Uniform aufbewahren.“ Schließlich wird die Dienstbekleidung oft schmutzig; mitunter wird sie mit giftigen Chemikalien verunreinigt. „Außerdem hat jeder jetzt sein eigenes Schließfach mit Zahlenschloss für seiner Privatsachen.“
„Wir müssen mit der beengten Situation hier in Wörschweiler halt zurechtkommen“, stellt Uwe Neumann fest. Er ist der Stellvertreter des Löschbezirksführers Pascal Neumann: Beide sind übrigens weder verwandt noch verschwägert.