Homburg
Homburg: In neuen blauen Zügen nach Neunkirchen
Nach Angaben des Unternehmens Vlexx verfügen diese Elektro-Triebfahrzeuge über sogenannte Schwebesitze mit Beinfreiheit, Klimaanlage, Steckdosen an den Plätzen und elektrische Infotafeln im Waggon. Jeder Zug habe 160 Sitzplätze, sei barrierefrei eingerichtet und ermögliche an entsprechenden Bahnhöfen das ebenerdige Ein- und Aussteigen.
Als Vlexx die RB 74 und weitere Linien im Saarland übernommen hatte, gab es Anlaufschwierigkeiten. Nun könne man die ersten Neufahrzeuge in Betrieb nehmen – trotz Corona, so Vlexx-Geschäftsführer Frank Höhler. Weitere sollen ab Mai folgen.
Anlaufprobleme nach Lieferschwierigkeiten
Nachdem die Firma Vlexx eine Ausschreibung des saarländischen Verkehrsministeriums für die Strecken RE 3 (Saarbrücken - Frankfurt), RB 73 (Saarbrücken - St. Wendel - Neubrücke), RB 72 (Saarbrücken - Lebach) und RB 74 gewonnen hatte, habe die Firma, so Höhler weiter, „direkt 21 Triebzüge des Typs Talent 3 im Januar 2017 beim Fahrzeughersteller Bombardier bestellt“. Im Juni 2019 habe Bombardier dann einen Lieferverzug eingeräumt, im Oktober einen weiteren. Weil Vlexx daher zum Betriebsstart im Dezember 2019 weniger Züge als geplant zur Verfügung hatte, musste die Firma zunächst mit Leih-Zügen von der Deutschen Bahn arbeiten. In der Startphase gab es immer wieder Verzögerungen, Züge fielen aus. Nach Ministeriumsangaben verkehrt die RB 74 jetzt weiter im Stundentakt – auch in Corona-Zeiten.