Homburg / Saarbrücken Hat ein 24-Jähriger seine Ex-Freundin zur Prostitution gezwungen?
14 schwere Straftaten wird die Staatsanwaltschaft dem 24-jährigen Homburger vor. Nicht nur soll er seine Ex-Freundin zur Prostitution gezwungen haben, auch soll er sie immer wieder schwer misshandelt und so brutal getreten haben, dass sie ein Kind verloren hätte.
Die Beziehung zwischen dem mutmaßlichen Opfer und dem heute 24-Jährigen soll laut Staatsanwaltschaft Ende 2022 begonnen haben. Nach kurzer Zeit war die damalige Freundin bereits schwanger. Der Angeklagte sei darüber nicht erfreut gewesen, am 3. Janaur 2023 habe er sie zunächst eine Treppe heruntergetoßen, anschließend das Knie in den Bauch gerammt. Die Folge: eine Fehlgeburt. Ein Trennung, so die Anklage der Staatsanwaltschaft weiter, sei daraufhin nicht passiert. Nach der Fehlgeburt hätten beide überlegt, wie sie sich Geld dazuverdienen können. Die Freundin habe aus Spaß Prostitution vorgeschlagen, der Angeklagte nahm das laut Staatsanwaltschaft ernst, schaltete eine Annonce im Internet und zwang das mutmaßliche Opfer nach der Fehlgeburt zur Prostitution.
Im Fall einer Verurteilung droht lange Haftstrafe
Weiterhin wirft die Staatsanwaltschaft dem 24-Jährigen mehrfache Körperverletzung vor. Waren die Freier unzufrieden, habe der Angeklagte seine Ex-Freundin körperlich misshandelt.
Sollten sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bewahrheiten, dann steht für den 24-jährigen Angeklagten eine ganz erhebliche Freiheitsstrafe an. Die schwere Körperverletzung und Zwangsprostitution könne mit bis zu zehn Jahre Haft bedeuten. Der Schwangerschaftsabbruch könnte mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden. Der Prozess vorm Saarbrücker Landgericht wird am 27. November fortgesetzt.