Neunkirchen
Feuer richtet Millionenschaden auf Gehöft am Eschweilerhof an
Die Ursache des Feuers muss erst noch ermittelt werden. „Als wir vor Ort eintrafen, stand die Halle bereits komplett in Flammen“, schilderte hinterher der Neunkircher Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. „Wir konnten uns nur noch darauf konzentrieren, ein Ausbreiten des Feuers auf den gegenüberliegenden Kuhstall zu verhindern. Dies ist uns gelungen. Wir konnten den Brand auf das betroffene Gebäude begrenzen, in dem das Feuer ausgebrochen ist.“
Kühe lassen sich nicht aus der Ruhe bringen
Als Anwohner den Brand gegen 23.15 Uhr bemerkten, habe die gut 50 mal 20 Meter große Scheune lichterloh gebrannt. Ebenso die darin gelagerten Landwirtschaftsmaschinen sowie große Mengen Heu und Stroh. In „höchster Gefahr“, so Benkert, habe der knapp 20 Meter entfernte Kuhstall geschwebt. „So brisant die Lage auch war, die Kühe ließen sich durch das nahe Feuer und den starken Funkenflug nicht aus der Ruhe bringen.“ Die Wehr bildete mit ihren Schläuchen eine Wasserwand, die den Kuhstall gegen die Flammen abschirmte.
Keine Chance hatte die Scheunenhalle. Benkert: „Deren Metallkonstruktion gab in der Gluthitze des Feuers sehr schnell nach. Das Dach mit Fotovoltaikanlage stürzte teilweise ein und legte sich wie ein Schutzschild über das lodernde Feuer.“
Schwer zu löschen waren die eingelagerten gepressten Heu- und Strohballen: „Das Löschwasser prallte von den festen Ballen ab und konnte in ihre brennenden Kerne nur schwer eindringen.“ Mit Unterstützung eines Greifer-Fahrzeugs vom Technischen Hilfswerk (THW) Spiesen-Elversberg wurden die Ballen ins Freie geschafft und auseinandergezogen. Schwere Räumfahrzeuge trugen Teile der Halle ab, um die Brandherde freizulegen.
Feueralarm auch im Stadtteil Furpach
Die Straße L 113 zwischen Kirkel und Neunkirchen, die durch den Eschweilerhof führt, blieb bis Donnerstagabend für den Verkehr gesperrt. Ein weiterer Feueralarm, der am frühen Morgen gegen 1.25 Uhr aus dem Neunkircher Stadtteil Furpach gemeldet wurde, erledigte sich rasch: Dort hatten Anwohner starken Brandgeruch verspürt. Doch dieser Gestank hatte seine Ursache in dem Feuer auf dem Eschweilerhof.
Bis Donnerstagvormittag konnten der Brand immer weiter eingegrenzt und die Zahl der eingesetzten Feuerwehrleute stetig verringert werden. Noch in der Nacht rückte die Feuerwehr Homburg mit ihrer Drehleiter und zwei großen Tankwagen wieder ab. Später hatten dann auch die Limbacher Kameraden Feierabend.
Christopher Benkert: „In Spitzenzeiten befanden sich auf dem Eschweilerhof über 160 Kräfte der Feuerwehren Neunkirchen, Kirkel und Homburg sowie das THW aus Spiesen-Elversberg, das DRK Illingen und der Malteser-Hilfsdienst aus Homburg im Einsatz. Am Donnerstag waren tagsüber noch die Besatzungen zweier Löschfahrzeuge und THW-Helfer mit Löscharbeiten beschäftigt. “