Kirrberg RHEINPFALZ Plus Artikel Emilienruhe: Gastronom kündigt Rückkehr an

Die Tipis an der Emilienruhe stehen noch. Laut Sturm soll der Stoff abtrocken, danachwerden sie ebenfalls abgebaut.
Die Tipis an der Emilienruhe stehen noch. Laut Sturm soll der Stoff abtrocken, danachwerden sie ebenfalls abgebaut.

Im September hat Emilienruhe-Gastronom Karsten Sturm seine Gaststätte mit harscher Kritik an die Stadt geschlossen. Nun der Rückzieher, ganz zu ist das Lokal nicht. An der Kritik gegenüber der Stadt hält Sturm fest.

Im Frühjahr hat Sturm das Ausflugslokal „Emilienruhe“ zwischen Kirrberg und Homburg neu eröffnet, dafür mehrere Hütten und andere Bauten im Außenbereich eröffnet. Knackpunkt: Bei der Stadt wurden dafür nie Baugenehmigungen eingereicht. Sturm behauptete, dass er die nicht braucht, weil es „fliegende Bauten“ seien. Die Verwaltung sah das anders. Nach einem ersten Bericht in der RHEINPFALZ im September kündigte Sturm an, seine Gaststätte zu schließen. Die Begründung war, dass die Stadt ihm ein angebliches Wohlwollen gegenüber seinem Gastro-Projekt nur vorgegaukelt habe. Die Stadt wies die Kritik zurück, Pressesprecher Michael Klein sagte, dass Sturm ausreichend Zeit gehabt habe, „für die von ihm ohne Genehmigung errichteten Bauten im Nachgang einen Bauantrag zu stellen und damit zu versuchen, diese im Nachhinein legalisieren zu lassen“.

VIP-Bereich und Clubmitgliedschaft

Die von der Stadt angemahnten Bauten hat Sturm nach eigenen Aussagen mittlerweile zurückgebaut, lediglich die Tipis stehen noch, damit deren Stoff abtrocknet. Ist das passiert, kommen sie ebenfalls weg.

Seit 8. Oktober hat der Gastronom jeden Sonntag wieder geöffnet – für Stammgäste, die er in der Emilienruhe privat bewirtet. Auf der Emilienruhe-Internetseite ist von einer „Clubmitgliedschaft“ die Rede. „Das ist dann wie, als wenn ich jeden Tag Geburtstag feier“, kommentiert Sturm. Für Spaziergänger, die an einem Sonntag spontan einkehren wollen, gibt es ebenfalls ein kleines Angebot. „Die gucke ich mir dann an und entscheide, ob sie hier sitzen dürfen“, sagt Sturm.

Von der Homburger Pressestelle heißt es, dass die Stadt „lediglich durch die Werbeaktivitäten des Herrn Sturm über die Fortführung Bescheid“ wisse. Eine persönliche Benachrichtigung des Gastronomen liegt bei der Verwaltung nicht vor. Die Stadt kritisiert weiter, es sei „mit der sogenannten Wagenburg, bestehend aus Fahrzeugen und Fahrzeuganhängern, eine weitere baugenehmigungspflichtige Anlage hinzugekommen, die angemahnt werden muss“. Die Anmahnung soll in den kommenden Tagen seitens der Stadtverwaltung passieren.

Seine Schank- und Speisewirtschaft samt Außenbewirtung hat der Gastronom laut Stadt bereits im Juli 2022 beim Gewerbeamt angemeldet, zwischenzeitlich wurde sie nicht beendet.

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