Saarbrücken Ein neues Zuhause für die Humboldt-Pinguine
Die Humboldt-Pinguine im Saarbrücker Zoo dürfen sich sehr bald auf ein neues Zuhause freuen. Rund 500.000 Euro werden in das neue Winterhaus investiert, das voraussichtlich im August diesen Jahres fertig werden soll. Das Winterhaus soll der 19-köpfigen Pinguinkolonie nicht nur einen geschützten Rückzugsort während der kalten Jahreszeit bieten, sondern auch mehr Platz als bisher, heißt es von der Saarbrücker Stadt-Pressestelle. Mit dem Neubau werde sowohl etwas für das Tierwohl getan als auch der gestiegenen Bedeutung moderner Haltungsstandards Rechnung getragen.
„Wir freuen uns sehr, unseren Pinguinen künftig mehr Raum und Schutz bieten zu können. Das neue Winterhaus ist ein wichtiger Schritt, um die Haltung weiter zu verbessern − und ein schönes Zeichen für die Weiterentwicklung unseres Zoos“, sagt Saarbrückens Zoodirektor Jakob Kolleck. Trotz der laufenden Bauarbeiten können die Besucher die Pinguine weiterhin in ihrer Außenanlage beobachten, so die Stadt. Jährlich kämen rund 200.000 Menschen in den Zoo, der zu den größten Attraktionen der Landeshauptstadt zählt. Insgesamt leben im Saarbrücker Zoo mehr als 100 Tierarten.
Humboldt-Pinguine gelten als gefährdete Art
Der Humboldt-Pinguin (Spheniscus humboldti) ist eine mittelgroße Pinguinart, die an der Pazifikküste Südamerikas, vor allem in Chile und Peru, heimisch ist. Benannt nach dem deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt, lebt er bevorzugt in kühlen Küstengewässern, die vom nährstoffreichen Humboldtstrom geprägt sind. Charakteristisch für den Humboldt-Pinguin sind sein schwarzer Kopf mit dem weißen Streifen, der sich hufeisenförmig von den Augen bis unter das Kinn zieht, sowie der schwarze Bruststreifen auf dem weißen Bauch. Diese Pinguine brüten in Höhlen oder Felsspalten und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Fischen und Tintenfischen. Obwohl sie gute Schwimmer sind, sind sie an Land eher unbeholfen. Der Humboldt-Pinguin gilt als bedroht, da Überfischung, Klimaveränderungen und Lebensraumverlust seine Bestände gefährden.