Blieskastel
Bluttat erschüttert Webenheim
Im Streit soll der 21-Jährige am frühen Dienstagmorgen zugestochen und den 50-Jährigen tödlich verletzt haben. Mit welchem Stichwerkzeug die Tat ausgeführt wurde, war laut Falk Hasenberg vom Saarbrücker Landespolizeipräsidium anfangs noch unklar. Später am Dienstag stellte es sich dann heraus, dass tatsächlich ein Messer die Tatwaffe war. Der 50-Jährige verstarb noch am Ort der Auseinandersetzung – im Haus in der Bliestalstraße, in dem er wohnte. Der Saarbrücker Staatsanwalt Mario Krah ergänzte, der 21-Jährige habe „mehrfach mit einem Messer auf den Geschädigten mit Tötungsvorsatz eingestochen “.
Gegenüber der RHEINPFALZ bestätigte Polizeisprecher Hasenberg die Aussage von Nachbarn, wonach es sich bei dem mutmaßlichen Täter um den Sohn der Lebensgefährtin des Getöteten handelt. Der 21-Jährige habe unmittelbar nach der blutigen Auseinandersetzung selbst die Polizei angerufen, an Ort und Stelle das Eintreffen der Beamten abgewartet und sich widerstandslos festnehmen lassen.
Tatverdächtiger ruft selbst die Polizei
Der schwer verletzte 50-Jährige wurde nach Falk Hasenbergs Worten von Rettungskräften noch medizinisch versorgt. Alle Versuche, das Tatopfer wiederzubeleben, seien jedoch erfolglos geblieben. Der Mann habe am Ort des Geschehens den Tod gefunden. Der 21-jährige Verdächtige wurde am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt, der den jungen Mann in Untersuchungshaft schickte – unter dem Verdacht des Totschlags.
Laut Torsten Jahn, Polizeiführer im Saarbrücker Führungs- und Lagezentrum, gehen die Ermittler derzeit nicht von heimtückischem Mord aus, da die Tat offenbar ungeplant und im Affekt geschehen sei. „Aber das muss am Ende natürlich ein Richter entscheiden“, fügte Jahn hinzu.
Fälle von häuslicher Gewalt
Offenbar hätten sich in dem Webenheimer Haus Fälle von häuslicher Gewalt zwischen dem nun Getöteten und seiner Freundin gehäuft. Auch in der Nacht auf Dienstag soll es wieder eine laute Streiterei gegeben haben.
Nach dem nächtlichen Einsatz von Polizei und Rettungsdienst war am Dienstagmorgen, 7. September, ein dreiköpfiges Team der Spurensicherung vom Saarbrücker Landeskriminalamt damit beschäftigt, im und vor dem Haus in der Bliestalstraße Spuren zu sichern. Zu diesem Zweck benutzten die Beamten unter anderem einen sogenannten Raumscanner, der die Innenräume des Hauses vermaß. Die Daten des Lasergeräts dienen den Spurensicherern dazu, Größen und Entfernungen besser abschätzen zu können.