Saarland RHEINPFALZ Plus Artikel Blieskastel: Ab Frühjahr soll man auf dem Bliestal-Freizeitweg wieder radeln dürfen

Der Bliestal-Freizeitweg ist abgeriegelt – auch hier in Höhe des Seniorenheims in Richtung Sonnenhof-Biergarten bei Blickweiler.
Der Bliestal-Freizeitweg ist abgeriegelt – auch hier in Höhe des Seniorenheims in Richtung Sonnenhof-Biergarten bei Blickweiler.

Seit Mittwoch, 5. Februar, ist der Bliestal-Freizeitweg wegen Astbruchgefahr gesperrt. Wer in diesen Tagen von Blieskastel in Richtung Reinheim radeln möchte, muss auf die stark befahrenen, parallel verlaufenden Autostraßen ausweichen.

Als Grund für die Sperrung werden mögliche Gefahren durch umstürzende Bäume und abbrechende Äste genannt. Für die Radfahrer, Jogger und Inline-Skater, die normalerweise auf dem Bliestal-Freizeitweg rege unterwegs sind, stünden keine alternativen Rad- und Fußwege zur Verfügung. Doch hätte man denn nicht wenigstens einzelne Streckenabschnitte des Freizeitweges geöffnet lassen können? Etwa an Stellen, an denen es keinen Baumbestand gibt? Eben nicht, argumentiert auf Anfrage Klaus Kosok, Sprecher des saarländischen Landesbetriebs für Straßenbau (LfS). Diese Behörde hatte vergangene Woche die durchgängige Sperrung der asphaltierten Touristik-Route verfügt – auf 16 Kilometern Länge von Blieskastel-Lautzkirchen bis zur französischen Grenze bei Reinheim. „Es gibt keine gesperrten Streckenabschnitte ohne kritische Bäume im Einflussbereich des Weges“, spricht Kosok von „Abschnitten des Bliestal-Fahrradwegs, an deren Anfang und Ende ein Anschluss an das öffentliche Straßennetz besteht“. Der LfS-Sprecher: „Natürlich treten die Gefahren für die Verkehrsteilnehmer immer nur punktuell im unmittelbaren Umfeld der kritischen Bäume auf.“ Eine teilweise Öffnung von Streckenabschnitten sei zurzeit nicht möglich: Denn die Freigabe nur von Teilstücken der Route – sozusagen als Sackgassen – wäre für Radfahrer „weder nützlich noch sinnvoll“.

Barrieren stehen an 21 Stellen

An insgesamt 21 Stellen haben Mitarbeiter der Straßen- und Autobahnmeisterei Rohrbach sämtliche Zu- und Abgänge zum Freizeitweg abgeriegelt. Dies, so Kosok, hätten sie mit Absperrschranken, mit Verbotsschildern für Radfahrer und Fußgänger sowie mit Hinweiszetteln getan, die mit dem Schriftzug „Sperrung wegen Windbruch“ versehen wurden.

„Setzt sich ein Verkehrsteilnehmer bewusst über die Absperrung hinweg, so handelt er auf eigenes Risiko“, warnt der LfS-Sprecher vor riskanten Alleingängen. Die Gefahr sei für die Radler, Fußgänger und Inline-Skater „hinreichend erkennbar“. Leider könne man die Gefahrenquellen nicht kurzfristig beseitigen.

Diese Woche, sagt Klaus Kosok, hätten Arbeiter nun damit begonnen, den Zustand der Bäume und Sträucher unter die Lupe zu nehmen. Der Rückschnitt „soll danach unverzüglich aufgenommen werden“, geht der Straßenfachmann davon aus, dass dies „aufgrund des großen Arbeitspensums bis in den März andauern“ werde. Auf jeden Fall sei es das Ziel des LfS, den Gehölz-Rückschnitt pünktlich zum Beginn der Freiluft-Saison im Frühjahr abzuschließen und den Weg dann wieder freizugeben. In Absprache mit der Stadt Blieskastel und der Gemeinde Gersheim werde der Landesbetrieb jetzt klären, welche Streckenabschnitte die beliebtesten und meistgenutzten sind. Diese Etappen sollen bevorzugt bearbeitet werden, damit man sie als erste für den Verkehr wieder freigeben kann. Allerdings unter der Voraussetzung, dass diese Abschnitte eigene Ab- und Zugänge haben – sprich, dass sie nicht in die Sackgasse führen.

Nach Angaben des LfS-Sprechers werden Radfahrer, die aus Richtung Lautzkirchen kommen, ab der Blieskasteler Stadtmitte mithilfe von Umleitungsschildern über die öffentlichen Straßen bis zur Bundesgrenze bei Reinheim geleitet. „Dort erfolgt der Anschluss an den ab dort nicht mehr gesperrten Fahrradweg.“

Umleitungsschilder geben in beide Richtungen Auskunft

Radler aus Richtung Frankreich müssen ab Reinheim den Umleitungsschildern über das öffentliche Straßennetz bis nach Blieskastel folgen. Auch dort besteht dann wieder Anschluss an die nicht gesperrten Abschnitte des Freizeitwegs.

Während der Sperrzeit, so erläutert Klaus Kosok abschließend, sollen die Zu- und Abgänge zum Bliestal-Freizeitweg Schritt für Schritt an die Umleitung angeschlossen und entsprechend ausgeschildert werden.

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