Blieskastel Bliesaue mutiert zur Schlittschuhbahn

Wie im Bilderbuch sah die Eisfläche auf der Bliesaue am Wochenende aus. Nicht bilderbuchreif war indes, dass sich kaum ein Besuc
Wie im Bilderbuch sah die Eisfläche auf der Bliesaue am Wochenende aus. Nicht bilderbuchreif war indes, dass sich kaum ein Besucher an die Corona-Regeln gehalten hat.

Eiskalt war es am Wochenende. So kalt, dass sich die Blieswiesen zwischen Webenheim, Einöd und Bierbach zu einer riesengroßen, in der Sonne glitzernden Eisplatte verwandelten. Selbstredend kamen Hunderte Schlittschuhfahrer, drehten auf den Eiswiesen ihre Runden oder spielten eine Runde Eishockey. Die noch immer geltenden Corona-Regeln schienen jedoch keinen zu interessieren.

Hunderte Menschen zog es in den vergangenen drei Tagen auf die zugefrorenen Blieswiesen zwischen Webenheim, Einöd und Bierbach. Am Freitag waren hunderte begeisterte Schlittschuhfahrer auf den großen Eisflächen der überschwemmten Wiesen am Webenheimer Kanal unterwegs, darunter auch einige Eishockeyspieler der Zweibrücker Hornets. Die freuten sich darüber, mal wieder Eis unter den Kufen zu haben, ist die Saison doch abgesagt und Training aufgrund abgetauter Eisfläche in der Eishalle nicht möglich. Aber auch Kinder, Pärchen und ganze Familien mit und ohne Hunde nutzten das schöne Wetter und den Sonnenschein, auf den ungefährlichen Eisflächen herumzufahren und zu laufen.

Anders als bei zugefrorenen Gewässern besteht beim Überschwemmungseis in den Blieswiesen nicht die Gefahr, dass man einbricht und vielleicht sogar ertrinkt. Bereits am Samstag waren nach den Autokennzeichen aus Saarbrücken, Sankt Ingbert, Zweibrücken, Pirmasens, Kaiserslautern und Frankreich zu urteilen schon etliche Besucher von weiter her gekommen. Am Samstag schließlich waren es nicht mehr hunderte Besucher, sondern tausende. Dabei wurden allerdings auch alle Feldwege zugeparkt, zudem standen einige Autos laut Augenzeugen auch gefährlicherweise auf der Webenheimer Bliestalstraße.

Corona-Regeln schienen außer Kraft gesetzt

Bereits am Freitag äußerten Eisläufer Bedenken, weil kaum jemand die Corona-Regeln einhielt. OP- oder gar FFP2-Masken waren auf dem Eis eine Seltenheit, und mit dem Abstand hielten es manche auch nicht so genau. Am Samstag traf gegen Nachmittag zwar ein Polizeiauto an einer der Zufahrten ein, der Polizist verließ die Szenerie jedoch genau so schnell wieder, wie er gekommen war. Auch am gestrigen Sonntag entpuppte sich das Blies-Eisstadion als wahrer Publikumsmagnet.

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