Saarbrücken Auto mit Leiche in der Saar gefunden: Vermisstenfall aus Bayern aufgeklärt?

Ein Sonarboot entdeckte den Wagen, Taucher fanden daraufhin die Leiche.
Ein Sonarboot entdeckte den Wagen, Taucher fanden daraufhin die Leiche.

Es war purer Zufall, dass die Polizei am Donnerstag einen Renault Twingo samt Leiche in der Saar gefunden hat. Nun scheint es, als sei mit dem Fund ein Vermisstenfall aus Passau geklärt.

Eigentlich war das Wasserschifffartsamt am Donnerstagvormittag mit ihrem Sonarboot nur deshalb auf der Saar unterwegs, um die Fahrrinne auf mögliche Hochwasser-Überreste zu untersuchen. Auf Höhe der Innenstadt wurde dann der Wagen entdeckt, so die Pressestelle der Landespolizei. Taucher bestätigten daraufhin, dass es sich tatsächlich um ein Auto handelte und sie entdeckten eine Leiche in dem versunkenen Wrack.

Mithilfe eines Autokranes, der auf der angrenzenden Stadtautobahn aufgestellt worden ist, wurde der Renault Twingo aus der Saar gehoben. Das Kennzeichen stammt aus dem Bereich Passau in Bayern, die männliche Leiche, so die Polizei, könnte zu einem Vermisstenfall aus Oktober 2023 passen. Die Polizei suchte seinerzeit bereits nach dem Wagen, er wurde einem vermissten 68-Jährigen zugeordnet. Der Mann lebte zwar schon seit Jahren im bayerischen Hauzenberg, allerdings stammte er aus Püttlingen und unterhielt bis ins vergangene Jahr Kontakte ins Saarland. Ob es sich tatsächlich um den vermissten 68-Jährigen handelt und ob womöglich ein Verbrechen dem Fall zugrunde liegt, wird nun ermittelt. Am Freitag, so die Polizei, wurde der Leichnam bereits obduziert.

Hochwasser hat Leichenfund begünstigt

Die Polizei hat die Saar bereits im vergangenen Jahr nach dem Vermissten abgesucht, allerdings ohne Erfolg. Und auch bei der Suche nach dem vermissten Mathis (5) Anfang Oktober wurde der nun entdeckte Twingo nicht gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass durch das Hochwasser Mitte Mai der Wagen saaraufwärts getrieben ist, bis er schließlich an der letztendlichen Fundstelle zum erliegen gekommen ist.

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