Blieskastel Ausstellung zur Saargeschichte darf wegen Corona nicht besichtigt werden
„Saarhundert“ heißt eine Wanderausstellung zur Geschichte des Saarlandes von 1920 bis 2020, die derzeit im Haus des Bürgers in Blieskastel aufgebaut ist. Besichtigen kann man die Schau aber nicht. Grund ist die Corona-Pandemie: Im Saarpfalz-Kreis wurde zu Wochenbeginn die Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner überschritten. „Wir hatten vorher schon Zugangsbeschränkungen, Maskenpflicht und die Pflicht zur Voranmeldung“, sagt der Blieskasteler Stadtarchivar Kurt Legrum. „ Nach der neuen Allgemeinverfügung dürfen wir aber niemanden mehr zur Ausstellung reinlassen. Den Leuten, die schon Besichtigungen gebucht hatten, mussten wir absagen.“ Am 10. Januar 2020 jährte sich zum 100. Mal das Inkrafttreten des Versailler Vertrages und damit praktisch die Geburtsstunde des Saargebiets. Unter dem Titel „Saarhundert“ werden zurzeit im Saarland diverse Ausstellungen und Veranstaltungen zur Landesgeschichte angeboten. Hierzu zählt auch die jetzt in Blieskastel aufgestellte, teils interaktive Wanderausstellung. Die Ausstellung, für die es eine eigene Handy-App gibt, soll bis 23. Oktober im Haus des Bürgers bleiben. Ob die Schau dort noch einmal für Besucher geöffnet wird, steht in den Sternen. Kurt Legrum hält es aber für unwahrscheinlich.