Homburg
400 Millionen Euro teures Neubauprojekt an Unikliniken
Regierungssprecher Alexander Zeyer zählte am Dienstag die Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, für Neurologie, für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie, für Neurochirurgie und die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie auf. Diese sollen ebenso in den Neubau umziehen wie das Institut für Neuropathologie, das Deutsche Institut für Demenzprävention sowie das Institut für Psychoanalyse, Psychotherapie und psychosomatische Medizin.
Nach Aussage des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU), der zugleich Wissenschaftsminister ist, soll das Uniklinikum infolge der Entscheidung für das neue Neurozentrum „baulich eine umfangreiche Erneuerung und Modernisierung erfahren, die für die künftige Leistungsfähigkeit in der Patientenversorgung aber auch in der Forschung eine hervorragende Grundlage schafft“. Es werde sich hier um „das größte Bauprojekt des Landes“ handeln.
Zahl von 400 Millionen Euro nur „Orientierungswert“
Die Gesamtinvestition umfasse auch die Baumaßnahmen für den dritten Abschnitt der Universitätsklinik für Chirurgie III. Wie Alexander Zeyer erläutert, schätzt eine Machbarkeitsstudie für beide Bauvorhaben die „vorläufigen Kosten“ auf rund 400 Millionen Euro. Hinzukommen sollen die Investitionen in die „Erstellung der erforderlichen Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur“. Die genannte Zahl sei aber nur als „Orientierungswert“ zu verstehen, „der noch ein erhebliches Prognose-Risiko beinhaltet“. Die Machbarkeitsstudie gehe davon aus, dass die Bauzeit „grob zwölf bis 15 Jahre“ betragen werde, wenn das Vorhabens in verschiedene Bauabschnitte unterteilt wird.
Baustelle am alten Hubschrauberlandeplatz
Errichtet werden soll das neue Neurozentrum im oberen Teil des Uni-Campus, wo sich heute noch die inzwischen stillgelegte frühere Lungenklinik (Pneumologie) und der alte Hubschrauberlandeplatz befinden.
Damit dort Baurecht geschaffen werden kann, würden jetzt mehrere Gutachten und Voruntersuchungen in Auftrag gegeben.
In den Augen von Innen- und Bauminister Klaus Bouillon (CDU) bildet der Neubau als derzeit größte geplante Baumaßnahme im Saarland „auch in Zeiten von Corona eine Investition in die Zukunft und somit das beste Konjunkturprogramm“.