Dannstadt-Schauernheim Zuschüsse: Vereinen helfen, mit Kreis reden
Der TV Dannstadt möchte nach Angaben von Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) im ersten Obergeschoss zwei Gymnastikräume ausbauen. Das kostet rund 75.000 Euro. Zuschussfähig sind knapp 70.000 Euro. Davon fördert der Landkreis 7000 Euro, also zehn Prozent – aber nur unter der Voraussetzung, dass die Ortsgemeinde mindestens 20 Prozent bezuschusst, also 14.000 Euro. Das gilt analog auch für die geplante Erneuerung der Tennisgiebelhalle des TC Dannstadt, die mit rund 60.000 Euro zu Buche schlägt. Hier übernimmt der Kreis 5800 Euro, wenn die Gemeinde 11.600 Euro gibt.
Zuschussregelung aus finanziell besseren Zeiten
Deren Förderrichtlinien sehen zwar eigentlich nur Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent vor, der Ortsgemeinderat möchte die Vereine jedoch nicht im Stich lassen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Elmar Burkhardt drückte ihnen Dank für ihr Engagement aus, nicht zuletzt im Bereich der Jugendarbeit. „Das wollen wir auf jeden Fall unterstützen“, sagte er. Die Forderung des Kreises von einem Zuschuss von mindestens 20 Prozent stamme aber noch aus Zeiten, in denen die Gemeinde finanziell üppiger ausgestattet war. Er regte an, darüber zu reden, ob ein Kreiszuschuss vielleicht auch dann erfolgen könne, wenn sich die Kommune mit einem geringeren Betrag beteiligt.
Sein Vorschlag kam gut an. „Ich finde diese Idee sehr gut“, erklärte Sozialdemokratin Monika Schlieger. Ortschefin Winkelmann sah einen möglichen Ansatzpunkt darin, dass dem Rat auch drei Mitglieder des Kreistags angehören. „Vielleicht sollten wir mal darüber reden“, stellte sie in den Raum. FDP-Fraktionsvorsitzende Marc Hauck und Grünen-Fraktionschefin Almut Schaab-Hehn sprachen sich ebenfalls für die Zuschüsse aus. Vereinseigene Sportstätten sollte man erhalten.