Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Zusatzkosten für Gewerbegebiet heruntergehandelt

Der Bau des neuen Pumpwerks in der Angelstraße war schwieriger als erwartet.
Der Bau des neuen Pumpwerks in der Angelstraße war schwieriger als erwartet.

Eine Baufirma für ihre Arbeit bezahlen, damit hat die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim kein Problem. Gehört sich ja so. Doch einige Forderungen einer Firma erschienen den Verantwortlichen unangebracht und sie verhandelten nach – mit Erfolg.

Um das Abwasser, das in den neuen Gewerbeflächen in Dannstadt-Ost anfallen wird, ordentlich entsorgen zu können, waren ein zusätzliches Pumpwerk und entsprechende Leitungen nötig. Dessen Bau in der Angelstraße war deutlich schwieriger, als die Voruntersuchungen des Bodens hatten vermuten lassen. Auf die ursprünglich geplante Weise ließ sich das Vorhaben nicht umsetzen, da selbst eigens nachträglich zurate gezogene Spezialisten es aufgrund der äußerst widrigen Grundwassersituation so nicht hinbekamen. Also kam doch die aufwendigere und teurere Methode zum Einsatz. Die Bauarbeiten verzögerten sich durch die unerwarteten Schwierigkeiten um mehrere Monate. Mittlerweile sind sie jedoch größtenteils abgeschlossen, auch das Pumpwerk steht jetzt.

„Am Ende gut weggekommen“

Die gegenüber dem ursprünglichen Auftrag deshalb zusätzlich angefallenen Kosten sind ebenfalls schon größtenteils bezahlt. Die Gemeindeverwaltung und das Fachbüro Pappon und Riedel hatten sie als gerechtfertigt eingestuft und dem Rat empfohlen, die nachträglichen Forderungen anzunehmen. Bis auf vier Ausnahmen. „Wir bezweifelten nicht die Arbeiten an sich, sondern deren Ausmaß“, hob Bürgermeister Stefan Veth (CDU) in der jüngsten Ratssitzung hervor. Zwischenzeitlich schien es durchaus möglich, dass die betreffende Firma und die Kommune die Angelegenheit vor Gericht ausfechten. Doch nach intensiven Verhandlungen hätten sie sich doch anderweitig geeinigt. „Im Ergebnis sind die Nachforderungen nun deutlich niedriger, weshalb wir Ihnen empfehlen, sie anzunehmen“, sagte Veth. Horst Renner, Leiter des Abwasserbetriebs, merkte an: „Wir haben in vielen Gesprächen mit harten Bandagen verhandelt und sind am Ende gut weggekommen.“

Durch ihr hartnäckiges Verhandeln haben die Beteiligten der Kommune viel Geld gespart. So fallen für Zusatzarbeiten im Spezialtiefbau und der Baugrubenverfüllung statt der eigentlich vom Unternehmen verlangten 102.000 Euro nur noch 12.000 Euro an. Bei Grundwasserhaltung und Verbauarbeiten betragen die Mehrkosten nur 65.000 statt 119.000 Euro und Verbau-Aussparungen schlagen statt mit 48.000 nur noch mit 25.000 Euro zu Buche. Insgesamt muss die Verbandsgemeinde also rund 167.000 Euro weniger bezahlen. Da war die Zustimmung des Rats gewissermaßen Formsache.

x