Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Zentrum Alte Schule: Neue Heizung bleibt knifflig

Das Zentrum Alte Schule in Dannstadt-Schauernheim.
Das Zentrum Alte Schule in Dannstadt-Schauernheim.

Das Zentrum Alte Schule braucht nach wie vor eine neue Heizung. Der Dannstadt-Schauernheimer Ortsgemeinderat hat sich nun für eine Hybridlösung entschieden. Doch alle Fragen sind damit immer noch nicht geklärt.

Mit dem Beschluss für eine Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und Gas-Brennwertgerät hat der Dannstadt-Schauernheimer Ortsgemeinderat die Art der künftigen Heizungsanlage für das Zentrum Alte Schule (ZAS) festgelegt – und ist damit zumindest einen Schritt weiter gekommen. In den Wochen zuvor hatten die Gremien mit eigens zurate gezogenen Experten nach und nach verschiedene Alternativen wie Geothermie ausgeschlossen. Auch die von den Grünen zuletzt ins Spiel gebrachte Wärmegewinnung aus Abwasser kam für das ZAS nicht infrage. „Dafür bräuchten wir selbst bei Trockenheit zehn Liter Abwasser pro Sekunde, und diese Mindestmenge erreichen wir an der Stelle nicht“, sagte Bauabteilungsleiterin Annette Roos-Seidenspinner. Nachdem die Art der neuen Heizung nach monatelangen Beratungen und Prüfungen jetzt feststeht, kann die Anlage bestellt werden.

Außerdem entschied der Rat, dass auf dem Dach des Gebäudes eine Photovoltaikanlage montiert werden soll, die bis zu 30 Kilowatt Strom erzeugen kann. Für diese Vorhaben soll ein Zuschuss beantragt werden, die nötigen finanziellen Mittel sollen im Haushalt für 2022 vorgesehen werden.

Offen sind jetzt noch zwei Fragen: Ob die Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher ausgestattet und ob eine Brauchwasserwärmepumpe eingeplant wird. Experten hatten von beidem abgeraten. Für einen Batteriespeicher fehle der Platz, eine solche Pumpe sei aufgrund der örtlichen Begebenheiten nicht sinnvoll. Allerdings gab es in den zugrundegelegten Unterlagen Unstimmigkeiten. So wies Almut Schaab-Hehn (Grüne) darauf hin, dass die Fachleute in ihren Berechnungen von sechs Duschen ausgingen, im ZAS aber nur zwei vorhanden sind. Diese Unklarheiten sollen bis zur nächsten Sitzung im Januar ausgeräumt werden, damit der Rat auch hierüber entscheiden kann. Den Antrag der Grünen, eine dezentrale Warmwasserversorgung mit Durchlauferhitzern zu prüfen, lehnte eine breite Mehrheit ab.

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