Rhein-Pfalz Kreis Zaunfrage vertagt
Der Vandalismus an der Lambsheimer Karl-Wendel-Schule hat zugenommen. Das berichtete Schulleiter Peter Bisson in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Verbandsgemeinde (VG) Lambsheim-Heßheim. Abhilfe könnte ein Zaun schaffen, der den Schulhof vom Spielhof abtrennt. Die dafür veranschlagten Kosten von 20.000 bis 25.000 Euro sind den Ausschussmitgliedern aber zu hoch.
Zerschlagene Lampen, zerstörte Bewegungsmelder und Glasscherben seien inzwischen nach Wochenenden ein gewohnter Anblick, erläuterte Peter Bisson. Mit einem Zaun ließe sich das engere Schulgelände nach 16 Uhr komplett abschließen, sagte er. Der Spielhof dagegen solle weiterhin nach 16 Uhr zugänglich sein. Der Vorschlag der Verwaltung lautete: Im Zuge der Bauarbeiten am E-Bau, der von der Ortsgemeinde Lambsheim zu einer Kindertagesstätte umgebaut und deshalb mit einem Zaun vom Schulgelände separiert wird, könnte man auch den Pausenhof auf der Süd- und Westseite der Karl-Wendel-Schule vom weiträumigen Spielhof abtrennen. Wie der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Michael Reith (SPD), erläuterte, könnte dieser Zaun vom E-Bau an der Westseite des Geländes in Richtung Osten zur Mensa verlaufen. Auch die beiden Durchgänge am Toilettenhäuschen, das sich zwischen dem Fahrradhof an der Neustadter Straße und dem Pausenhof befindet, ließen sich mit Zäunen beziehungsweise Toren schließen. Während Letzteres noch die Zustimmung der Ausschussmitglieder fand, gab es für die ins Auge gefasste Abtrennung des Pausenhofs vom Spielhof fraktionsübergreifend Kritik. Angela Haller (SPD, Lambsheim) sprach sich dagegen aus, den Schulhof zu verkleinern. „An den Parkplätzen gibt es doch bereits einen Zaun. Da muss man doch das Schulgelände nicht noch einmal unterteilen“, sagte Haller. Der in Kooperation von Lehrern, Eltern und Schülern angelegte weitflächige Spielhof habe seinerzeit Modellcharakter gehabt und solle auch nach Schulschluss zugänglich bleiben, erklärte Barbara Eisenbarth-Wahl (SPD, Lambsheim). „Es würde mich traurig machen, da jetzt einen Zaun reinzuhauen.“ Willi Boxheimer (CDU, Lambsheim) sprach die Kosten an. „Bei 20.000 Euro fehlt mir die Verhältnismäßigkeit“, sagte er. „Wir würden ja keinen drei Meter hohen Zaun errichten. Wer unbedingt rein will, würde sich auch so Zugang verschaffen.“ Angela Haller bat die Verwaltung um eine Auflistung der Vandalismusschäden, „damit wir eine Größenordnung haben“. Bürgermeister Reith sicherte das zu. Dem Vorschlag von Michael Walther (SPD, Großniedesheim), den Tagesordnungspunkt zu verschieben und sich bei einem Ortstermin einen Eindruck von den Gegebenheiten zu verschaffen, wurde reihum zugestimmt.