Rhein-Pfalz Kreis Weniger Elterntaxis, weniger Chaos

Die idyllische Seite der Kurpfalzschule in Dannstadt. Auf der anderen Seite herrscht morgens oft das Verkehrschaos.
Die idyllische Seite der Kurpfalzschule in Dannstadt. Auf der anderen Seite herrscht morgens oft das Verkehrschaos.

«Dannstadt-Schauernheim.» Damit die Kita-Kinder, die im Ortsteil Schauernheim keinen Betreuungsplatz bekommen, und die Grundschüler, deren Schule bald renoviert wird, sicher in die Ausweichquartiere im Ortsteil Dannstadt gelangen, haben die Grünen im Ortsgemeinderat eine Sammelbeförderung beantragt. Eine Idee, wie Chaos vermieden werden kann

Die anderen Fraktionen finden den Grünen-Vorschlag gut. Denn das Problem kennen viele Kommunen: Wenn Kitas und Grundschulen morgens öffnen, verursachen die Elterntaxis regelmäßig Verkehrschaos. Dasselbe Schauspiel ereignet sich nachmittags noch einmal, wenn sie ihre Schützlinge wieder abholen. An der Kurpfalzschule im Ortsteil Dannstadt könnte sich die Lage bald noch verschärfen. Dann nämlich, wenn die Schüler von der Außenstelle im Ortsteil Schauernheim hier vorübergehend unterrichtet werden, während ihr betagtes Schulhaus generalsaniert wird. Um dem sich abzeichnenden verkehrstechnischen Unheil entgegenzuwirken, schlagen die Grünen eine Sammelbeförderung vor, zum Beispiel mit Bussen. So könnte das Chaos eingedämmt, das Klima geschont und den betreffenden Kindern ein sicherer Weg über die Autobahnbrücke in den benachbarten Ortsteil garantiert werden. „Denn mehr Elternverkehr aus Schauernheim würde auch mehr Gefahr für alle Schüler bedeuten“, findet Grünen-Fraktionschefin Almut Schaab-Hehn. Ordnungsamtsleiter Gerhard Schaa von der Verwaltung der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim ist skeptisch. Nicht, was den Vorschlag als solchen angeht, aber wegen der nötigen Zustimmung der Kreisverwaltung in Ludwigshafen. Denn solche Transporte befürworte die Behörde eigentlich nur über die Grenzen des jeweiligen Kita-Bezirks hinaus. „Der Kita-Bezirk ist hier aber die gesamte Ortsgemeinde“, erklärt er. Bei Schülern betrage die Mindestentfernung zwei Kilometer. Wobei richtige Schülerbusse schon vor Jahren eingestellt worden seien. Stimme der Kreis zu, würde er vermutlich die Maxx-Tickets bezahlen, damit die betreffenden Kinder mit herkömmlichen Linienbussen bis zu der Haltestelle gelangen können, die der Schule am nächsten ist. „Ich frage aber gerne nach. Immerhin liegt zwischen beiden Ortsteilen eine Autobahn“, nennt er einen möglichen Ansatzpunkt. Zugleich betont er, dass die Kreisverwaltung in solchen Angelegenheiten gewöhnlich keine pauschalen Urteile fälle, sondern jeden Einzelfall prüfe. Die Ratsfraktionen von CDU, FDP und SPD finden den Grünen-Vorstoß gut. „Wenn das funktioniert, ist es gut und begrüßenswert“, erklärt Frank Börner (CDU). Uwe Schölles (SPD) spricht von einer guten Idee: „Wir sollten ein Zeichen setzen und es einfach mal versuchen.“ Marc Hauck (FDP) regt an, Kita- und Schülertransporte getrennt zu beantragen. Zumal dafür auch zwei unterschiedliche Referate der Kreisverwaltung zuständig seien. Das hält Klaus Dissinger (CDU) ebenfalls für sinnvoll. „Wir sollten beides beantragen. Dann werden wir sehen, was passiert.“ Das überzeugt schließlich die meisten Ratsmitglieder. Sie unterstützen den leicht überarbeiteten Entwurf der Grünen, nur ein Politiker ist dagegen.

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