Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Was war, was kommt: Das Dorf soll bunter werden

Das Modell des Feurigen Elias wurde im September 2018 aufgestellt. Nun sollen Strahler die Lokalbahn ins richtige Licht setzen.
Das Modell des Feurigen Elias wurde im September 2018 aufgestellt. Nun sollen Strahler die Lokalbahn ins richtige Licht setzen.

Neue Gewerbeflächen, neue Wege für die Bauern, neue Kindertagesstätte, neues Baugebiet: Schon im alten Jahr haben die Dannstadt-Schauernheimer viel Neues in Angriff genommen, und auch 2021 soll Innovation eine große Rolle spielen. Nicht zuletzt möchte die Ortsbürgermeisterin die grauen Straßenzüge ansehnlicher gestalten.

Bunt statt grau auf den Straßen, dazu ruft Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) die Aktion „Dannstadt-Schauernheim blüht auf“ ins Leben. So will sie Paten finden für bestehende Blumenkübel und neue Blumenhalbschalen an Straßenlaternen. „Vier Geschäftsleute in der Hauptstraße haben sich schon bereit erklärt, sechs Blumenkübel in der Hauptstraße zu pflegen, das hat mich wirklich gefreut“, erzählt Winkelmann. Die Halbschalen sollen auch in der Speyerer Straße aufgestellt werden. „Wir geben ein- bis zweimal jährlich Blumen und Erde aus. Die Paten können natürlich auch in Eigenregie pflanzen. Dabei darf und soll es gerne schön bunt werden“, sagt sie.

Daneben hat sich die Ortschefin vorgenommen, das Zentrum Alte Schule (ZAS) besser zu vermarkten, damit die Räume besser ausgelastet werden. Die Corona-Pandemie verhindert Veranstaltungen momentan zwar weitgehend, doch an dem neuen Konzept möchte sie schon jetzt feilen. Sobald es die Situation wieder zulässt, will Winkelmann mit interessierten Bürgern auch Ideen sammeln für die künftige Gestaltung des Gutenbergplatzes, und diese in den Bauausschuss einbringen.

Bürgersprechstunde zum Verkehr geplant

Nach dem gelungenen Start der Online-Ausleihe in der Gemeindebücherei Dannstadt soll dieses Jahr die Schauernheimer Bücherei ebenfalls an die Onleihe angeschlossen werden. „Himmelwärts“ heißt ein gemeinsames Projekt von Orts- und protestantischer Kirchengemeinde Schauernheim. Bei diesem sollen an mehreren Stellen im Ortsteil ausgefallene Ruhebänke aufgestellt werden. Ein QR-Code soll jeweils einen kurzen Text zur Lektüre bieten.

Ihr offenes Ohr für Anliegen der Bürger möchte Winkelmann mit einer Bürgersprechstunde zum Thema Verkehr im ZAS anbieten und diese anschließend im Bauausschuss beraten. Dieses Gremium wird auch 2021 wieder viel zu tun bekommen. Denn es gilt, bereits auf den Weg gebrachte Projekte wie den Ausbau der Wirtschaftswege, den geplanten Kita-Neubau und das Erneuern mehrerer Straßen im Dorf weiter voranzutreiben und laufende Projekte fortzuführen, beispielsweise das Erschließen neuer Gewerbeflächen in Dannstadt-Ost. Dabei müssen immer wieder Aufträge an Fachfirmen vergeben und Pläne überarbeitet werden.

Wohnungen statt Einkaufsmarkt

Im Fall des geplanten Neubaugebiets „Zwischen Haupt- und Böhler Straße“ stehen zudem Gespräche mit Anwohnern an, die Einsprüche gegen das Projekt haben. Im Frühjahr soll der Bebauungsplan für den ehemaligen Edeka-Standort an der Ludwigshafener Straße wieder vorankommen, der zuletzt etwas ins Stocken geraten war. Hier sollen 35 Wohnungen entstehen. Das Modell des Feurigen Elias auf dem Kreisel in der Ludwigshafener Straße am Ortsausgang von Dannstadt soll ab Februar mit vier roten Strahlern angeleuchtet werden und so besser zur Geltung kommen.

Durch die viele anstehende Arbeit sollen die Fortschritte und Erfolge im alten Jahr nicht in Vergessenheit geraten. So ist etwa die Vermarktung des erweiterten Gewerbegebiets gestartet, hat jedoch unter der Corona-Pandemie gelitten. „Inzwischen läuft sie über das Internet und das Portal Metropolregion Rhein-Neckar“, sagt Winkelmann. Stolz ist sie auf die gemeinsame Erklärung aller Ratsfraktionen gegen Diskriminierung und (Fremden-)Hass: „Sie haben in unserem Ort nichts zu suchen.“ Erfreut hat sie darüber hinaus, dass es gelungen ist, das Angebot der betreuenden Grundschule nachmittags von 12 bis 14 Uhr auszuweiten. Nicht zuletzt haben sich rund 40 Dannstadt-Schauernheimer für die Helferliste „Bürgerhilfe“ gemeldet, eine schnelle Einsatztruppe für den Notfall, falls die Gemeindeverwaltung von Corona überwältigt und dringend Unterstützung benötigen würde.

Spielbereich für Kinder schaffen

Auf diesen Lorbeeren ausruhen möchte sich Winkelmann jedoch nicht. Voller Tatendrang gibt sie gleich eins der nächsten Ziele vor: Sie möchte einen Teil der alten Fahrradhalle bei der Kita Sonnenschein abreißen und einen neuen Spielbereich für die Kinder schaffen. „Das würde ich am liebsten jetzt schon machen, damit alles fertig ist und wir mit dem Kita-Neubau sofort loslegen können, sobald die Baugenehmigung kommt“, sagt sie.

Die Serie

Was wurde 2020 alles erledigt, was steht 2021 an? Wir haben mit den Bürgermeistern im Rhein-Pfalz-Kreis gesprochen, ziehen mit ihnen Bilanz und blicken voraus.

Manuela Winkelmann
Manuela Winkelmann
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