Rhein-Pfalz Kreis Viel zu tun
«Neuhofen.» Sitzung Nummer eins nach dem Bürgerentscheid – und die ersten Schritte zur Entstehung der neuen Ortsmitte sind eingeleitet. Der Ortsgemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend mehrheitlich beschlossen, den Weg für den neuen Supermarkt in der Ortsmitte und die Verlegung des Sportplatzes zu ebnen.
„Zuerst geht es darum, Baurecht zu schaffen“, sagte Ortsbürgermeister Ralf Marohn (FDP) in der Sitzung des Ortsgemeinderats. Deshalb wurde das Angebot des Mannheimer Unternehmens MVV Regioplan GmbH geprüft und die Planungsvergabe erteilt. Das Planungsbüro wurde auch mit der Projektsteuerung beauftragt. Dazu gehört auch, ein Anforderungsprofil für Investoren zu erstellen. Bis alle Planungen für die neue Ortsmitte abgeschlossen sind, wird etwa ein Jahr vergehen, vermutet Marohn. Die SPD-Fraktion, die gegen den Standort des Lebensmitteleinzelhandels und die Verlegung des Sportplatzes gekämpft hat, will sich dem Votum des Bürgerentscheids nicht verschließen. Aber sie forderte Abstimmungsbedarf ein, vor allem wegen der Lage des neuen Sportzentrums. Dies soll nach jetziger Planung am südlichen Teil des Badeweihers entstehen. „Es war nicht explizit abgestimmt, dass der Platz direkt am Badeweiher gebaut wird“, kritisierte Fraktionssprecher Arthur Nasel. Er erinnerte daran, dass Alternativen zu diesem Standort besprochen wurden, um die Lärmbelästigung der Anwohner möglichst gering zu halten. Im Gespräch war zuvor auch ein Areal, das hinter dem Badeweiher in Richtung B 9 liegt. Dass nun der ursprüngliche Plan bevorzugt werde, ergebe sich aus dem Flächennutzungsplan, sagte Marohn. Ein Genehmigungsverfahren erübrige sich, weil der Plan die Bebauung mit einer Sportstätte zulasse. Gleichwohl sei jedoch ein Änderungsplan bei den Behörden eingereicht, um alternative Standorte zu prüfen. Denkbar sei auch, später eine Sporthalle vor den Fußballplatz zu bauen, die das Spielfeld abgrenzt und den Lärm reduziert. CDU-Fraktionssprecher Robin Hahn zeigte Verständnis für die Einwände der SPD, aber er forderte sie zur Zusammenarbeit auf. Denn: „Vor uns liegt viel Gestaltungsarbeit und wir müssen eine Menge Entscheidungen treffen.“