Rhein-Pfalz Kreis Testphase wird verlängert

Noch immer läuft der motorisierte Verkehr in der Neuhofener Haupt- und Jahnstraße in eine Richtung.
Noch immer läuft der motorisierte Verkehr in der Neuhofener Haupt- und Jahnstraße in eine Richtung.

«Neuhofen.»Die Testphase der Einbahnstraßenregelung in der Neuhofener Jahn- und Hauptstraße sollte eigentlich bis Ende April abgeschlossen sein. Nun wird das Projekt jedoch unter veränderten Bedingungen fortgeführt.

Das anfängliche Chaos ist Geschichte. Die Verkehrsteilnehmer haben sich an die neue Regelung in Neuhofen gewöhnt: Der letzte Abschnitt der Jahnstraße und ein großer Teil der Hauptstraße wurden testweise zum Einbahnsystem in West-Ost-Richtung umfunktioniert. Eigentlich nur bis Ende April, doch nun wurde die Testphase verlängert, um genauere Erkenntnisse zu erlangen. Der probeweise Einbahnverkehr soll darüber Auskunft geben, ob sich diese Verkehrsführung für die Zukunft bewährt. Denn wenn die Fahrbahn in der Ortsmitte umgestaltet wird, soll Fußgängern und Radfahrern mehr Raum gegeben werden. Was wiederum an der Fahrbahnbreite eingespart werden muss. Zu Beginn des Verkehrsversuchs war die Verunsicherung der Verkehrsteilnehmer groß, als die vertraute Wegstrecke nicht mehr in beiden Richtungen zur Verfügung stand. Alten Gewohnheiten folgend, ertappte sich so mancher Autofahrer dabei, unabsichtlich der falschen Fahrspur zu folgen (wir berichteten). Was wiederum die Radfahrer verängstigte, für welche die Straße in beide Richtungen befahrbar ist. Auch einige Anwohner fühlten sich genervt. Beispielsweise dann, wenn der Autoverkehr der Abkürzung wegen durch die sehr enge Karl-Marx-Straße floss. Für Ortsbürgermeister Ralf Marohn (FDP) ist das Problem nicht neu. Er räumt ein, dass es sich seit der Regelung verstärkt hat. „Nun prüfen wir gerade in Abstimmung mit den Anwohnern, welche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wir dort umsetzen können.“ Marohn berichtet auch, dass es zusätzliche Erkenntnisse bezüglich der Auswirkungen auf Nebenstraßen gebe. Da müsse weiter geprüft und nachgebessert werden. Was allerdings nach wie vor von den Bürgern bemängelt wird, ist die durch die Regelung gesperrte Zufahrt zur Löwenapotheke. Sowohl Apotheker Kurt Hölzel als auch die aus westlicher Richtung kommenden Kunden sind verstimmt, weil sie wegen eines gesperrten Straßenabschnitts von vielleicht 20 Metern nun das halbe Dorf umrunden müssen. Was unweigerlich zu höherem Verkehrskommen führt. Diesen Mangel hat die Verwaltung erkannt. „Den Hauptkritikpunkt werden wir ändern, und die Zufahrt zur Apotheke wird in beiden Richtungen möglich sein“, verspricht Marohn. Auch aus diesem Grund werde das Testprojekt noch verlängert. Nun tüftelt Thomas Hauser, Leiter der Bürgerdienste in der Verbandsgemeinde Rheinauen, an einer tragfähigen Lösung. Der Plan ist schon entwickelt und man ist mit Fachleuten – insbesondere von der Schifferstadter Polizei – im Gespräch. „Das Problem ist, die Übersichtlichkeit bei der Beschilderung zu bewahren“, sagt Hauser. Die Platzierung müsse gut überlegt werden, denn zu wenige Hinweise können übersehen werden, zu viele können verwirrend wirken. Auch wenn man sich bei der Planung noch so gründliche Gedanken mache, müsse die Machbarkeit in der Praxis vor Ort getestet werden. In dieser Woche sind die Planungen abgeschlossen, und die Schilder können bestellt werden. Hauser schätzt, dass sich nach der neuen Zufahrtsregelung zur Apotheke eine mindestens einmonatige Testphase anschließen wird. Denn: „Wir müssen ausschließen können, dass diese neue Verkehrsregulierung gefährlich ist.“

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