Dudenhofen / Harthausen Tempo-30-Figuren kommen bald weg

Am Ortseingang von Dudenhofen: Tempo-30-Figuren.
Am Ortseingang von Dudenhofen: Tempo-30-Figuren.

Die seit Anfang Oktober 2021 an den Ortseingängen von Dudenhofen und Harthausen stehenden selbstgemachten Kinderfiguren, die Autofahrer dazu anhalten sollen, freiwillig Tempo 30 zu fahren, müssen Ende des Monats aus dem öffentlichen Verkehrsraum entfernt werden. Der Ortsverein sieht indes Chancen für eine offizielle Tempobegrenzung.

Dass die Figuren weg müssen, haben Manfred Hick (Ortsverein Dudenhofen) und Johann Kilian (BI „Ruhe statt Lärm“ Harthausen) am Rande eines Treffens mit Harald Löffler, dem CDU-Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen, mitgeteilt. Hick und Kilian waren mit ihren Gruppen die Initiatoren der Aktion. Schul- und Kitakinder hatten die Figuren unter Anleitung kreativ gestaltet. „Am 26. Februar werden sie abgeholt“, sagten Hick und Kilian. „Länger haben wir von der Verwaltung keine Erlaubnis.“ Ganz aus dem Straßenbild verschwinden sollen sie aber nach dem Wunsch der Initiatoren nicht. Die bunten Schilder aus Holz, die Kinder, Straßenszenen und die Zahl „30“ zeigen, hätten etwas bewirkt und die Forderung nach Tempo 30 innerorts öffentlich gemacht, sogar weit über die beiden Gemeinden hinaus, sagte Hick. Wer wolle und die Gelegenheit dazu habe, könne sich ein Schild in seinen Vorgarten an der Straße stellen. Verkehrswarnung und Hinweis vom Privatgelände aus, sozusagen. Hick bot eines gleich dem anwesenden CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Steiniger an.

Nach Einschätzung des Dudenhofener Ortsvereins sind aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens mittlerweile die Aussichten für eine Temporeduktion für die Speyerer und die Landauer Straße sehr gut. Auch die Prüfung der Iggelheimer und Neustadter Straße hätten eine gute Chance auf Erfolg, schreibt Vorstandsmitglied Carsten Greving. Die Beispiele Harthausen und Lingenfeld zeigten, dass sich im Schulterschluss mit den Verwaltungen Erfolg einstellt. In Dudenhofen hingegen seien durch Anwohner ab 2018 Anträge für die Speyerer und Landauer Straße gestellt worden. „Die Bearbeitung hinkt, Ergebnis und Bescheide stehen aus“, beklagt Greving.

Anwohner können aktiv werden

Lärmgutachten seien die Basis, um Maßnahmen zur Entschleunigung einzuleiten. Jeder Anwohner von viel befahrenen Straßen könne selbst einen „Antrag auf Schutzmaßnahmen“ nach Paragraf 45 der Straßenverkehrsordnung gegen unzumutbare verkehrsbedingte Lärmbeeinträchtigungen an die Gemeindeverwaltung richten. „Dann muss die Verwaltung tätig werden“, schreibt Greving. Der Ortsverein unterstütze betroffene Anwohner dabei.

Wenn aber Geschwindigkeitsverstöße nicht sanktioniert würden, verpuffe der Effekt. Mittelfristig helfen für Greving nur geschwindigkeitsmindernde Maßnahmen wie etwa Verschwenkungen und Fahrbahnverengungen. „Im Verkehrskonzept wurden viele Maßnahmen aufgezeigt. Die Umsetzung lässt leider auf sich warten“, bedauert er. „Wäre schön, wenn es endlich weitergehen würde.“

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