Limburgerhof RHEINPFALZ Plus Artikel „Summer im Park“: Programm für Augen und Ohren

Haben sich für den „Summer im Park“ vernetzt (von links): Friedrich Wendel, Michael Goldschmidt, Christine Wendel, Johannes Blum
Haben sich für den »Summer im Park« vernetzt (von links): Friedrich Wendel, Michael Goldschmidt, Christine Wendel, Johannes Blumenstein, Michael Müller, Sylvia Miersch, Edgar Janssen, Michaela Jäkel, Sabine Amelung, Markus Schlereth und Martin Fischer.

Noch größer und vielfältiger soll das diesjährige Kultur- und Mitmach-Festival „Summer im Park“ in Limburgerhof im Zeitraum vom 15. Juli bis 20. August über die Bühne gehen. Dafür haben die Vereine, Kulturschaffenden und die Gemeinde eine tragfähige Infrastruktur geschaffen.

„Der ,Summer im Park’ ist das Begegnungs- und Mitmachfest in Limburgerhof für alle Menschen, egal welchen Alters, welcher Herkunft oder welchen Geschlechts, die im Juli und August weder im Urlaub noch auf Geschäftsreise sind und daheim zusammen mit Freunden eine gute Zeit verbringen möchten“, verdeutlicht Michael Müller, Leiter des Jugendkulturzentrums (Jukuz) Limburgerhof, den Anspruch des Festivals. Müller hat die Koordination aller beteiligten Vereine, Kulturschaffenden und der Gemeinde übernommen und stellt das erweiterte Konzept für dieses Jahr vor. „Das war nur möglich, weil wir uns vernetzt haben und uns laufend untereinander absprechen“, betont Müller.

Friedrich „Fritz“ Wendel, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Schlösschen im Park, bezeichnet sich selbst als „Hausmeister“. Er ist verantwortlich für die Technik, die Wasser- und Stromversorgung, und er ist auch – ganz wichtig – Herr über die Küche im Schlösschen, die professionellen gastronomischen Ansprüchen genügt und die Verpflegung der Festivalbesucher sicherstellt. Das Schlösschen ist Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltungen. „Vorher hat jeder Akteur etwas für sich gemacht, dieses Jahr haben wir uns zusammengesetzt“, bestätigt Wendel.

Plattform für Vereine

Herausgekommen ist ein Programm für Augen und Ohren, Tanzbeine und auch für kreative Hände. Los geht es mit dem Bürgerfest am Samstag, 15. Juli. Das steht unter der Federführung von Martin Fischer vom Skiclub Limburgerhof. „Das Bürgerfest ist eine Plattform, auf der sich die Vereine mit ihrem ganzen Spektrum präsentieren können. Mit Vorführungen und Mitmachaktionen können sie Interessierte für sich begeistern“, erklärt Fischer. Erstmals wird es auch einen Flohmarkt geben. Der Überschuss des Erlöses solle für wohltätige Zwecke verwendet werden, berichtet Martin Fischer.

Die Freiburger Band Äl Jawala ist bekannt für ihren feurigen Balkan-Beat.
Die Freiburger Band Äl Jawala ist bekannt für ihren feurigen Balkan-Beat.

Ebenfalls karitativ wird der Erlös zum krönenden Abschluss beim Lions-Summertime-Jazz am 20. August eingesetzt: „Den verwenden wir für unterstützenswerte Einrichtungen wie das Capitol-Kino, das Schlösschen im Park und für ein Alzheimer-Präventionsprojekt – letzteres liegt mir als Arzt besonders am Herzen“, sagt Edgar Janssen vom Lions-Club Goldener Hut Schifferstadt. Die Musikformation Selbsthilfegruppe um den Posaunisten Bernhard Vanecek und die Bigband Octophones haben für das Benefiz-Doppelkonzert des Lions-Clubs zugesagt.

Offenes Atelier

Zwischen diesen beiden Veranstaltungen sorgt etwa die Malschule Limburgerhof von Sabine Amelung und Michaela Jäkel für aufregende Momente. So gibt es beim Sommerfest der Malschule am Dienstag, 18. Juli, eine Modenschau, bei der die Kinder und Jugendlichen ihre diesjährigen Arbeiten zum Thema „Stoff“ vorführen. Am Donnerstag, 27., und Freitag, 28. Juli, folgt mit dem „Artspace“ ein offenes Atelier für alle Altersklassen zum spontanen Mitmachen und Kreativsein. „Wir sind sehr glücklich, dass wir inzwischen vom Land als Jugendkunstschule anerkannt wurden und Förderungen erhalten“, informiert Sabine Amelung.

Auch sonst wird viel geboten, teilen die Veranstalter mit, etwa Kindertheater und Konzerte wie das der Balkan-Brass-Band Äl Jawala, das im vergangenen Jahr ausgefallen ist und nun nachgeholt werden soll. Zudem gibt es einen Improvisationsworkshop-Workshop für Erwachsene und ein Streetfood-Festival, das von Jugendlichen organisiert wird.

Jugendliche mischen mit

Die Jugend mischt diesmal überhaupt fleißig mit. In den ersten drei Ferienwochen findet im Rahmen des Förderprogramms „Das Zukunftspaket“ des Bundes für Kinder und Jugendliche das Jugend-Kultur-Festival statt. „Wir haben diese Förderung erhalten und machen was draus“, kündigt Jukuz-Leiter Michael Müller an. Das Ergebnis kann sich ihm zufolge sehen und auch hören lassen.

Jugendliche um Johannes Blumenstein (15) haben sich beispielsweise für das Projekt „Eventmanagement“ entschieden. Dabei wollen sie lernen, wie man eine Bühne mit Licht und Ton versorgt und eine Veranstaltung plant. Dafür erhalten sie professionelle Unterstützung. „Wir haben jedes Jahr viel Geld für Licht- und Tontechnik ausgegeben, aber jetzt lernen wir das alles gemeinsam“, erläutert Michael Müller, der auf einen positiven Nebeneffekt verweist: „Das Tolle daran ist, dass das Wissen im Ort bleibt. Nachhaltiger geht es nicht.“

Freuen würden sich alle Akteure natürlich über viele Besucher, die den „Summer im Park“ letztlich zu dem machen, was er sein soll: ein Ort der Begegnung.

Noch Fragen?

Alle Termine, weitere Informationen zu den Veranstaltungen und die Anmeldemöglichkeiten finden Interessierte im Internet unter www.jukuz-limburgerhof.de/summer23.

x