Rhein-Pfalz Kreis Straßenbahn: Von Studien und Kleinen Anfragen

«Ludwigshafen.» Die Landesregierung beteiligt sich nicht an einer der drei Machbarkeitsstudien für den Straßenbahnausbau in den Rhein-Pfalz-Kreis hinein. Aber das hat auch niemals zur Diskussion gestanden, sagt Landrat Clemens Körner (CDU). Verkehrsverbund, Ludwigshafen, Kreis und Kreisgemeinden teilen sich die rund 160.000 Euro auf. Das ist zumindest der Plan.
Die jeweiligen Gremien müssen noch zustimmen, dass das Geld für die Machbarkeitsstudien locker gemacht wird. Zumindest gilt das für die 30.000 Euro, die der Kreis beisteuern will. Die Kreisgemeinden, die künftig an einer Straßenbahntrasse liegen könnten, wollen ebenfalls 30.000 Euro dazugeben. Das sind Neuhofen, Waldsee, Mutterstadt und Dannstadt-Schauernheim. Die Stadt Ludwigshafen will mit 40.000 Euro dabei sein, der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) mit 60.000 Euro. „Mit 150.000 Euro haben wir gerechnet, jetzt sind es rund 160.000“, sagt Körner. „Aber Hauptsache es läuft.“ Der Landrat hatte, wie berichtet, der alten Idee von mehr Straßenbahnen im Kreis neue Impulse gegeben. Mit den Machbarkeitsstudien sollen drei Strecken geprüft werden. Ob es von Rheingönheim weiter über Neuhofen nach Waldsee gehen könnte. Ob von Oppau eine Bahn in Richtung Pfingstweise fährt. Und ob es Sinn ergibt, vom Stadtzentrum aus eine Bahn in die Gartenstadt über Maudach nach Mutterstadt und Dannstadt-Schauernheim rollen zu lassen. Sollte sich herausstellen, dass es passende Trassen in den Kreis gibt, und die Chancen gut stehen, Menschen von den Angeboten zu überzeugen, führt der Weg nach Berlin und Mainz, um über Finanzierungsmöglichkeiten zu sprechen. Beim Land hat der Grünen-Abgeordnete Bernhard Braun derweil schon mal vorgefühlt. Der Ludwigshafener hat eine Kleine Anfrage gestellt und vom Verkehrsminister erfahren, dass man von dem Bahn-Vorhaben gehört hat. Immerhin. Ansonsten reagiert Volker Wissing (FDP) verhalten. „In der Regel beteiligt sich die Landesregierung nicht an der Finanzierung von Machbarkeitsstudien“, lautet einer seiner Antworten. Dass der Neubau von Straßenbahntrassen gefördert werden kann, will er zumindest nicht ausschließen. Ob Straßenbahnfahren die Stickstoffbelastung in Städten mindert, will Braun noch wissen. Die Antwort: Eine quantitative Aussage sei nicht möglich. Aber ein attraktiver ÖPNV könne eine „geeignete Maßnahme darstellen“, Luftschadstoffe zu reduzieren.