Dannstadt-Schauernheim
Straßenausbau: Beitrag könnte deutlich steigen
Seit 2016 sind für das Erneuern der Dorfstraßen – einschließlich der Gehwege und Straßenlaternen – 27 Cent je Quadratmeter beitragspflichtiger Fläche erhoben worden. Von Anfang 2021 an könnte sich dieser Betrag um etwas mehr als 57 Prozent auf 43 Cent je Quadratmeter erhöhen. Am Beispiel eines 500 Quadratmeter großen Grundstücks würden dann statt bisher 137,35 Euro künftig 216,30 Euro im Jahr fällig.
Rund sechs Millionen fürs Straßennetz
Läuft alles nach Plan, wird die Kommune in den kommenden fünf Jahren 6,2 Millionen Euro in ihr Straßennetz investieren. Dabei sollen die Bagger teilweise auch endlich in Straßen rollen, die eigentlich bereits im aktuellen Programm hätten ausgebaut werden sollen, in denen sich die Bauarbeiten aber aus unterschiedlichen Gründen verzögerten. Das gilt zum Beispiel für den westlichen Teil der Friedenstraße von der Haupt- bis zur Kantstraße sowie die Haardtstraße von der Kantstraße bis zum Feld. Fahrbahn und Gehwege stammen hier aus den 1960er-Jahren und befinden sich in einem entsprechenden Zustand. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, muss die Gemeinde daher tätig werden.
Neben den genannten Straßen sollen die Industrie-, Goethe- (von der Antz- bis zur Mozartstraße), Antz- und Mozartstraße ausgebaut werden. Ebenfalls vorgesehen: der westliche Teil der Haardtstraße, die Kurpfalzstraße von der Haardt- bis zur Rheinstraße, die Trifels- und die Ringstraße, der Alsheimer Weg, der Nordring und der Gehweg auf der Westseite der Schauernheimer Straße. Wenn Fahrbahn und Gehwege ohnehin schon aufgerissen werden, soll bei der Gelegenheit auch gleich die Straßenbeleuchtung modernisiert werden. Dabei werden laut Sachbearbeiter Michael Kuntz von der Gemeindeverwaltung marode Masten ersetzt und veraltete Lampen durch sparsamere LED-Leuchten. Das allein wird rund, 1,2 Millionen Euro kosten. Der Abwasserbetrieb der Verbandsgemeinde möchte die Gunst der Stunde nutzen, Schwachstellen im Entwässerungssystem zu beseitigen und neue Kanalleitungen zu verlegen.
Derzeit nur nötigste Reparaturen
Dass die Arbeiten nötig sind, bezweifelte niemand. Die Höhe der Kosten und der Beitragserhöhung bereitete den Ausschussmitgliedern aber Kopfzerbrechen. Marc Hauck (FDP) und Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) schlugen vor zu prüfen, die Arbeiten in der Ringstraße zu verschieben.
Bauabteilungsleiter Bernd Ziegler bekräftigte, dass die Gemeinde zurzeit bereits nur die allernotwendigsten Reparaturen vornehme: „Beim Gehweg ab einem Höhenunterschied von zwei Zentimetern, bei der Fahrbahn von sechs bis sieben.