Rhein-Pfalz Kreis Stadion als Sorgenkind, Schlösschen als Perle

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Limburgerhof

. Die Sache mit der Fusion mit Neuhofen ist vom Tisch, die Bürger haben sich dagegen entschieden. Das wird von den Parteien unterschiedlich bewertet, als „Erfolg“ (SPD) oder als „vertane Chance“ (FDP) etwa. Auf jeden Fall war die Diskussion darüber samt Bürgerentscheid eines der Hauptthemen der vergangenen Legislaturperiode, wie wohl auch die Querelen um den ehemaligen CDU-Fraktionschef Michael Elster. Ein weiterer Schwerpunkt war – und ist auch künftig noch – der Ausbau der Kindertagesstätten. Da wurde schon viel geschafft, sagt Monika Haber, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU. Der Großteil ist fertiggestellt, das Haus des Kindes und die Kita Katharina von Bora sind noch „in Arbeit“. Raymund Kompa (Grüne) sieht das Thema Kindertagesstätten daher auch als Brocken für die Zukunft an: „Das ist ein Dauerbrenner und belastet den Haushalt der Gemeinde schon enorm.“ Die Kitas müssten jetzt aber auch personell gut ausgestattet werden. Dass für Kinder und Jugendliche einiges getan worden ist, betont auch die SPD: die Bereitstellung von Hortplätzen, die Einrichtung der Mensa in der Domholzschule, die Sanierung der Carl-Bosch-Schule. Die Domholzschule soll nun auch energetisch verbessert werden, sagt Hermann Brenner (FWG). Die Renovierung und Modernisierung des Jugendkulturhauses bezeichnen alle Parteien-Sprecher als wichtige Leistung. Weniger spektakulär, aber ebenfalls wichtig für die Gemeinde: die Investitionen in die Kläranlage und die Sanierung der Kanalisation. „Da ziehen alle Fraktionen an einem Strang“, verweist Kompa auf die Arbeit im Gemeinderat. Vor allem auf die Energieeinsparungen dort könne man stolz sein, sagt Monika Haber. Schließlich sei die Kläranlage ein großer Stromverbraucher im Ort. Überhaupt die Energie: Einig sind sich alle, dass kommunale Gebäude weiter nach energetischen Gesichtspunkten saniert werden sollen. Mehr „Elektromobilität“, zum Beispiel durch die Einrichtung einer Stromtankstelle am Bahnhof, wünschen sich die Grünen. Pluspunkte für die Kommunalpolitiker: die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik und der Bau der Lärmschutzwand an der Bahnlinie. Mehr bezahlbaren Wohnraum will die SPD im Ort geschaffen sehen und ein verbessertes Radwegenetz. Ein Verkehrskonzept fordert die CDU, in das alle Verkehrsteilnehmer eingebunden werden müssten. Vor allem die Speyerer Straße sei stark belastet. Dort plädiert die FDP für Zebrastreifen oder Querungshilfen. Über einen „Brocken“, der in der Zukunft gestemmt werden müsse, sind sich alle im Klaren: die Herrichtung des Waldstadions. „Das ist dringend“, betont Haber, doch es gehe um beträchtliche Summen. Die Laufbahn und der Rasenplatz können wohl erst saniert werden, wenn Zuschüsse vom Land gesichert sind. Auch für SPD-Fraktionschef Jürgen Kleinhans hat die Sanierung der Sportanlagen „oberste Priorität. Wir müssen ebenfalls für zeitgemäße Funktionsräume sorgen.“ „Das ist katastrophal“, meint Brenner im Hinblick auf die sanitären Anlagen. Und Erik Roth (FDP) kritisiert, dass die Sportanlage „überhaupt so herunterkommen konnte“. Roth war in der vergangenen Legislaturperiode „Neuling und Einzelkämpfer“ und konnte wenig bewegen, wie er selbst einschätzt. Er hofft auf Verstärkung nach der Kommunalwahl und möchte dann die Einführung einer Ehrenamtskarte angehen, die Vergünstigungen für aktive Limburgerhofer bei kulturellen Veranstaltungen oder auch in der Geschäftswelt bietet. Außerdem plädiert er dafür, Bebauungspläne künftig nicht ganz so stringent zu verfassen und mehr Freiraum zu lassen. Eine bessere und schnellere Internetversorgung wünschen sich CDU und FWG möglichst flächendeckend im Ort. Die SPD hat die Erhaltung des Schlösschens als Veranstaltungsort mit kulturellen Angeboten auf der Agenda. Und während die FWG gern eine zentrumsnahe Senioren-Wohngemeinschaft in Limburgerhof angesiedelt sehe – in der Mainstraße gebe es eventuell eine Fläche, sagt Hermann Brenner –, kann sich die FDP eine Belebung des Berliner Platzes vorstellen, vielleicht mit einer Grillhütte. Raymund Kompa sagt auch, was die Grünen nicht wollen: eine „Alla Hopp“-Anlage. Dieser von der Dietmar Hopp-Stiftung ausgeschriebene Bewegungspark, für den sich Gemeinden bewerben konnten, „verursacht Kosten und braucht Geld, das wir nicht haben“.

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