Rhein-Pfalz Kreis Stabile Gebühren, große Investitionen

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Dannstadt-Schauernheim. Die Strompreise für Kunden des Verbandsgemeindewerks werden zur Jahreswende trotz steigender Umlagen nicht erhöht. Das erklärte Bürgermeister Stefan Veth (CDU). Auch an das Abwasserwerk müssen die Verbraucher 2016 dieselben Gebühren entrichten, wie im zu Ende gehenden Jahr – obwohl hier größere Investitionen anstehen.

Zwar würden beim Strom sowohl die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als auch die Umlage für Kraft-Wärme-Kopplung vom Gesetzgeber erhöht, doch beide würden nicht an die Kunden weitergegeben. „Wir können diese Erhöhungen durch die etwas niedrigeren Strombeschaffungskosten kompensieren“, sagt Veth. Damit könne die Kommune die Preise zum vierten Mal in Folge stabil halten. Die Beschaffungskosten machen nach seinen Angaben ein Viertel des Strompreises aus, die anderen drei Viertel werden durch die staatlich verordneten Umlagen verursacht. Dem entsprechenden Wirtschaftsplan 2016 hat der Dannstadt-Schauernheimer Verbandsgemeinderat geschlossen zugestimmt. „Es ist ein wichtiges Signal, dass der Bevölkerung keine Mehrbelastung entsteht“, sagte dazu der FDP-Fraktionsvorsitzende Marc Hauck. „Wir wollen die Strompreise stabil halten. Das ist die Botschaft“, erklärte auch CDU-Fraktionschef Johannes Kupper. Allerdings habe die Gemeinde nach der Trennung von Netz und Vertrieb nicht mehr die früheren Spielräume. Seit 2013 kümmert sich das Verbandsgemeindewerk ausschließlich um den Stromvertrieb. Das Stromnetz betreibt die Energie Dannstadter Höhe GmbH, an der die Verbandsgemeinde 65 Prozent der Anteile hält und die Thüga 35 Prozent. Im Erfolgsplan für das nächste Jahr wird mit Erträgen von sechs Millionen Euro und Aufwendungen von 5,6 Millionen Euro kalkuliert. Größter Einzelposten sind hierbei die erwarteten Umsatzerlöse in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro. Verläuft alles nach Plan wird ein Jahresergebnis von 410.000 Euro erwirtschaftet. Die Verbraucher müssen nächstes Jahr auch an das Abwasserwerk der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim dieselben Gebühren entrichten wie bisher. Für Schmutzwasser werden demnach weiterhin 1,78 Euro je Kubikmeter erhoben, für die Oberflächenentwässerung 30 Cent je Quadratmeter. „Der Wert beim Oberflächenwasser entspricht dem von 1995“, hob Bürgermeister Stefan Veth hervor. „Unsere Pro-Kopf-Belastung liegt im günstigsten Bereich in Rheinland-Pfalz“, ergänzte Johannes Kupper. Marc Hauck betonte, dass die Musik in der Zukunft spiele und hier in den nächsten Jahren viel investiert werden müsse. Das belegt das Investitionsprogramm, das der Verbandsgemeinderat bis zum Jahr 2019 festgelegt hat. Demnach wird der Eigenbetrieb nächstes Jahr rund 2,7 Millionen Euro ins Abwassernetz fließen lassen. Das teuerste Vorhaben ist der Bau der Kanalisation für das erweiterte Gewerbegebiet Dannstadt-Ost mit 600.000 Euro. Für die Erneuerung der Kläranlage sind 565.000 Euro vorgesehen. Davon entfallen eine halbe Million Euro auf die Planung der Zukunftsentwicklung. Zwei neue Schneckenpumpen schlagen mit 65.000 Euro zu Buche. Voraussichtlich 505.000 Euro werden die Sanierungsarbeiten in den Pumpwerken kosten. In den Jahren 2017 und 2018 sollen 4,4 und 4,3 Millionen Euro investiert werden. Der Löwenanteil fließt mit jeweils 2,75 Millionen Euro in die Modernisierung der Kläranlage. Je 900.000 Euro sind für den Kanalbau im Gewerbegebiet Dannstadt-Ost und die erforderlichen Rückhalteflächen eingeplant. (mamü)

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