Rhein-Pfalz Kreis Spiel der Besten

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Fussgönheim. 17 gute Plätze haben Schüler der Musikschule Rhein-Pfalz-Kreis beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ belegt. Die meisten sind ganz vorne mit dabei. Mit einem Konzert in der Lutherkirche und im Bürgerhaus Fußgönheim haben am Sonntag 16 der Preisträger bewiesen, dass sie zu Recht zu den Besten gehören.

Schon bevor das Konzert losgeht, übt Jonas Kepes fleißig auf seiner Posaune, die fast größer ist als er selbst. Als er schließlich vor dem Publikum steht, spielt er – immer noch aufgeregt – „The Barley Break“ von Steve Pogsan. Nach seinem Vortrag drückt er seiner Mutter erleichtert die Posaune in die Hand. Bei „Jugend musiziert“ hat er mit 23 Punkten den ersten Platz belegt. Allerdings darf er nicht beim Landeswettbewerb mitmachen, da er noch keine zehn Jahre alt ist. So wie ihm geht es weiteren vier Jungen und Mädchen, die noch zu jung sind, um zum Landeswettbewerb zugelassen zu werden. Eine der jungen Erfolgreichen ist Elodie Spies (9), die 24 Punkte und damit einen ersten Platz mit ihrer Blockflöte ergattert hat. Sie spielt das Instrument seit über zwei Jahren. „Ich habe in der Schule Flöte gelernt und es hat mir gefallen“, erzählt sie. Auch das Fach Musik gefällt ihr gut, wie eine Eins im Zeugnis beweist. Florian Harms (9), auch mit 24 Punkten auf dem ersten Platz, verliebte sich vor drei Jahren in die Posaune. „Ich fand den Zug der Posaune so schön. Er war so schnell.“ Das Instrument sei am Anfang schwer zu beherrschen gewesen, aber „wenn man den Dreh raus hat, geht es immer leichter“. Florian will außerdem noch Geige lernen, weil man sich mit ihr seiner Meinung nach so schön ausdrücken kann. Auch das Schlagzeug interessiert ihn sehr, weil es sich so gut daraufhauen lässt. Marlene Maager hat sich zwar auch mit ihrer Blockflöte den ersten Platz erspielt, kommt aber wegen der knapp zu niedrigen Punktzahl nicht weiter: 21 Punkte reichen für die Teilnahme am Landeswettbewerb nicht aus. Sie spielt seit viereinhalb Jahren neben Blockflöte noch Geige. Letzteres, weil ihr ihre Mutter von Anne Sophie Mutter erzählt hat und sie die Geige auch schon auf den CDs toll fand. „Ich habe meine Mama so lange gedrängt, bis sie Ja gesagt hat“, erinnert sie sich. Marlen spielt in einem Orchester. „Musik ist Ausgleich für die Schule“, sagt Mutter Maret. Manche Musikinstrumente kann man überall hin mitnehmen. Nicht aber die Orgel. Deshalb fand der erste Teil des Konzerts in der Lutherkirche statt, in der Nathalie Engbarth mit zwei Stücken von Johann Sebastian Bach auf das Konzert einstimmte. Neben den vielen Flöten wirkte die Gitarre von Lena Häßel fast schon exotisch. Häßel spielte mit viel Gefühl Leo Browers „Etudes Simples“, dessen Stück Nummer Sechs fast schon wie Harfenmusik klingt. Sie ergatterte beim Wettbewerb mit 21 Punkten den ersten Platz. Ihr Bruder Nils Häßel sprang spontan für einen erkrankten Klavierspieler ein und unterstützte Anika Voges bei ihrem Klarinetten-Vortrag „Petit Concert“ von Darius Milhaud. Offiziell begleitete er Sophie Sasturain – „Intermezzo für Tuba und Klavier“ von Martin Bärenz. Er selbst darf stolz auf 25 Punkte bei „Jugend musiziert“ sein, damit geht es für ihn zum Landeswettbewerb.

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