Rhein-Pfalz Kreis Spaß an der Kommunalpolitik

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Er gehörte zu den Wegbereitern des Zusammenschlusses von Bobenheim und Roxheim im Jahr 1969 und war danach vier Jahrzehnte Mitglied des Gemeinderats sowie zehn Jahre Erster Beigeordneter. Am heutigen Montag wird Rudi Dibutsch (SPD) 80 Jahre alt.

Langjähriger SPD-Fraktionsvorsitzender, Schul- und Kulturdezernent, Seniorenbeauftragter und von 1984 bis 1994 Stellvertreter des Bürgermeisters – die Liste der kommunalpolitischen Verdienste von Rudi Dibutsch in Bobenheim-Roxheim ist lang. Nach dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Wolfgang Fügen (CDU) führte er 1986 für sieben Monate dessen Amtsgeschäfte. Für den Posten kandidieren wollte er aber nicht. „Mit Rücksicht auf meine Familie“, wie er sagt, und weil er eine gute Position in der BASF gehabt habe. „Kommunalpolitik hat mir trotz der enormen zeitlichen Opfer immer Spaß gemacht“, erzählt der Senior und erinnert sich an die Freude am Gestalten, die Begegnung mit vielen Menschen. Sein Leitmotiv seien die alten sozialdemokratischen Ideale gewesen, seine Vorbilder Willy Brandt und Helmut Schmidt. Rudi Dibutsch engagiert sich in zahlreichen Vereinen. Er ist Mitbegründer des Freundschaftskreises, des Heimatvereins, des Sozialvereins und des Seniorenbeirats. Er hat 2003 den Senioren-Computerclub mitbegründet und macht noch immer für die Arbeiterwohlfahrt Gratulationsbesuche. Mit seinen nun 80 Jahren freut Dibutsch sich über die Entwicklung, die Bobenheim-Roxheim in den vergangenen Jahrzehnten genommen hat. Sorgen bereiten ihm der Rückgang kommunalpolitischen Engagements und die sinkende Wahlbeteiligung. „Als Kriegskind habe ich die Folgen der Nazi-Diktatur noch in lebendiger Erinnerung“, sagt Dibutsch, der unter anderem mit dem Ehrenring der Gemeinde, der Freiherr-vom-Stein-Plakette und der Verdienstmedaille des Landes ausgezeichnet wurde. Heute gehe es darum, Freiheit und Demokratie zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Seinen 80. Geburtstag wird Dibutsch erst am nächsten Wochenende mit Familie und guten Freunden begehen. Weil Ehefrau Erika dieser Tage 75 und das Enkelkind zwei Jahre alt wird, gibt es dann gleich dreimal Grund zum Feiern. (wek)

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