Fußgönheim
Schulsozialarbeit an Schilerschule geht weiter
Die Schulsozialarbeit war seit Monaten ein Diskussionthema in den politischen Gremien der Gemeinde. Der bisherige Zuschuss des Landes ist ausgelaufen. Nach Angaben der Verwaltung der Verbandsgemeinde Maxdorf bekommt der Rhein-Pfalz-Kreis vom Land zwar nach wie vor Geld für Schulsozialarbeit, verwendet das aber für Schulen, deren Träger der Kreis ist. Träger der Schillerschule ist die Gemeinde Fußgönheim.
Schulsozialarbeit sei zwar nicht Aufgabe der Gemeinde, sie komme aber Fußgönheimer Kindern zugute. Er würde es bedauern, wenn die Schulsozialarbeit nicht fortgesetzt werden könnte, sagte Bürgermeister Jochen Schubert (FGW). Angesichts der guten personellen Ausstattung mit zehn Lehrern bei etwa 100 Schülern könne er zwar nicht ganz nachvollziehen, warum trotzdem noch ein Schulsozialarbeiter benötigt wird, aber anscheinend sei das der Fall: Mit diesen Worten signalisierte FWG-Fraktionsvorsitzender Jürgen Kuß Zustimmung. SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Bauer bezeichnete Schulsozialarbeit als „Steckenpferd“ der SPD. Sie müsse unbedingt fortgesetzt werden. Man solle sich bemühen, die bisherige Schulsozialarbeiterin, der inzwischen gekündigt wurde, wieder zu bekommen. Schulsozialarbeit sei zwar ein Baustein der Arbeit in der Schule, aber nicht Aufgabe der Gemeinde, sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Heike Seifert-Leschhorn. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde beschlossen, die Schulsozialarbeit im Schuljahr 2023/24 fortzusetzen. Die Verwaltung soll sich um Zuschüsse bemühen. Nach Angaben von Schubert sind im Haushalt der Gemeinde für dieses und das kommende Jahr je 25.000 Euro für Schulsozialarbeit vorgesehen.
Wie Schubert berichtete, sind für das kommende Schuljahr 43 Kinder für die Betreuende Grundschule an der Schillerschule angemeldet. Laut Berechnungen des zuständigen Mitarbeiters der Verbandsgemeindeverwaltung entstehen Personalkosten von rund 71.000 Euro. Vom Land gibt es einen Zuschuss von rund 6100 Euro. Wenn die Elternbeiträge gleich bleiben, wie bisher, bleiben rund 3700 Euro, die die Gemeinde übernehmen muss. Die Ratsmitglieder waren sich einig, die Elternbeiträge nicht zu verteuern. Die Gemeinde übernimmt die rund 3700 Euro.